Trump plant große Aufklärung

Beliebtes Schmerzmittel soll Autismus begünstigen


22.09.2025 – 16:24 UhrLesedauer: 2 Min.

US-Präsident Donald Trump: Bei der Gedenkfeier für Charlie Kirk machte er eine geheimnisvolle Andeutung zum Thema Autismus. (Quelle: Brian Snyder)

Ist Paracetamol ein Risikofaktor für ungeborene Kinder? US-Präsident Donald Trump will damit die Ursache für Zunahme der Autismusfälle in den USA gefunden haben.

Nun wird auch die Regierung von Donald Trump voraussichtlich an diesem Montag die Einnahme des beliebten Medikaments durch Schwangere mit einem Autismusrisiko bei ihren Kindern in Verbindung bringen, wie die „Washington Post“ am Sonntag zuerst berichtete. Sie stützen sich dabei ebenfalls auf die neuen Ergebnisse der Harvard-Studie.

Diese Ankündigung widerspricht den derzeit geltenden medizinischen Richtlinien zum Einsatz von Paracetamol. Und auch die Autoren der Harvard-Studie weisen darauf hin, dass Paracetamol aufgrund seiner breiten Anwendbarkeit weiterhin eine wichtige medizinische Bedeutung hat.

Ein zentrales Argument der Harvard-Analyse: In mehreren Studien ließ sich ein Dosis-Wirkungs-Zusammenhang erkennen. Das heißt, je häufiger die Einnahme erfolgte, desto größer war das Risiko einer neurologischen Auffälligkeit.

Auch biologische Erklärungen wurden diskutiert: Der Wirkstoff gelangt ins zentrale Nervensystem und beeinflusst dort unter anderem Signalwege, die auch mit emotionalem Verhalten und Reizverarbeitung in Verbindung stehen. In früheren Forschungen wurde bereits belegt, dass das Medikament die Risikowahrnehmung hemmt. Es wurden auch Hinweise auf Konzentrationsstörungen festgestellt.

Die Forscher der Harvard-Studie empfehlen deshalb, die Einnahme von Paracetamol grundsätzlich auf das medizinisch notwendige Maß zu beschränken – also niedrig dosiert und zeitlich begrenzt, idealerweise unter ärztlicher Aufsicht.

Laut dem Bericht der „Post“ werden Trump-Vertreter voraussichtlich auch ankündigen, dass sie untersuchen wollen, wie Autismus mit dem Krebs- und Anämiemedikament Leucovorin behandelt werden könnte. Der Bericht der „Post“ beruft sich auf vier mit den Plänen vertraute Quellen. Diese wollen jedoch anonym bleiben, da die Ankündigung noch nicht erfolgt ist.

Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. treibt die Untersuchungen zu Umweltfaktoren bei Autismus persönlich voran. Er will klären lassen, warum die Zahl der Diagnosen in den USA in den vergangenen Jahren so stark gestiegen ist. Laut der Gesundheitsbehörde CDC wurde 2022 bei etwa jedem 31. Kind im Alter von acht Jahren eine Autismus-Spektrum-Störung festgestellt – im Jahr 2000 war es noch jedes 150. Kind.

Viele Wissenschaftler gehen allerdings davon aus, dass die Zunahme der Autismusfälle durch verbesserte Diagnoseverfahren zustande kommen. Außerdem spielt Experten zufolge die Genetik eine wichtige Rolle, möglicherweise in Kombination mit Umwelteinflüssen wie Pestiziden oder anderen Chemikalien.

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