Aussage des US-Präsidenten

CDU-Ministerin über Trump: „Moralischer Bankrott“


10.10.2026 – 21:44 UhrLesedauer: 2 Min.

Karin Prien (CDU): Die Bildungsministerin übt scharfe Kritik an Donald Trump. (Quelle: IMAGO/Jürgen Heinrich)

Trumps Ruf nach einem neuen Präsidenten für die Ukraine sorgt in der Bundesregierung für Empörung. CDU-Ministerin Prien spricht von moralischem Bankrott.

Nach der Forderung des US-Präsidenten, die Ukraine brauche ein neues Staatsoberhaupt, regt sich Kritik in der Bundesregierung. Bildungsministerin Karin Prien (CDU) schrieb am Samstagabend bei X über Donald Trump: „Für ein paar Liter Diesel. Was für ein moralischer Bankrott.“

Prien bezog sich dabei auf Trumps Diesel-Deal mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die Ministerin teilte zu ihren Aussagen einen Artikel, der Trumps Aussagen über Selenskyj behandelt.

  • Analyse zeigt: Trumps Diesel-Deal mit Putin wird fast nichts bringen

Auch der republikanische Kongressabgeordnete Brian Fitzpatrick hat Trump widersprochen. „Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die überwältigende Unterstützung des Kongresses, Amerikas und des ukrainischen Volkes. (…) Russland trägt die Schuld für allen Schaden und all die Zerstörung, sowohl menschlich als auch finanziell, die aus Putins unprovoziertem Angriff entstanden sind.“ Amerika stehe hinter Selenskyj „bis der ukrainische Sieg erreicht ist“.

Trump attackiert Selenskyj scharf

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor einen neuen Präsidenten für die Ukraine gefordert. Wolodymyr Selenskyj habe vielfach die Gelegenheit gehabt, den Ukraine-Krieg zu beenden, und sich dagegen entschieden, behauptete Trump in Washington. „Ich glaube, es ist an der Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt.“

Trump zufolge sollten sich die Ukrainer einen neuen Anführer suchen, der eine Vereinbarung zur Beendigung des Krieges schließen könne. Denn trotz vieler Möglichkeiten habe Selenskyj das „aus irgendeinem Grund nie getan.“

Begonnen wurde der Krieg aber nicht von der Ukraine, sondern von Russland, dass vor gut vier Jahren in das Nachbarland einmarschiert war. Kremlchef Wladimir Putin hat mehrfach Angebote für einen bedingungslosen Waffenstillstand abgelehnt. Auch spätere diplomatische Initiativen verliefen im Sande.

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