Ansage für Profis des 1. FC Köln
„Schnabel halten und Arschbacken zusammenkneifen“
20.11.2025 – 18:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Der 1. FC Köln geht mit einer deutlichen Ansage von Lukas Kwasniok in die letzten fünf Bundesliga-Spiele des Jahres. Was der Trainer jetzt fordert.
Platz neun nach zehn Spieltagen und das als Aufsteiger, der 1. FC Köln zählt nach wie vor zu den Überraschungsteams dieser Bundesliga-Saison. In dieser Rolle möchte sich Lukas Kwasniok in gut einem Monat auch in die kurze Weihnachtspause verabschieden. Am Donnerstag, als sich die Mannschaft nach der letzten Länderspielperiode des Jahres erstmals wieder geschlossen am Geißbockheim versammelte, schwor der Trainer seine Spieler daher mit deutlichen Worten auf den Jahresendspurt ein.
„Ich habe den Jungs heute eines mit auf den Weg gegeben“, verriet Kwasniok bei der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt: „Es geht jetzt darum, die nächsten vier Wochen den Schnabel zu halten und die Arschbacken zusammenzukneifen, persönliche Befindlichkeiten hintenanzustellen.“
Nach viereinhalb Monaten unter Kwasnioks Leitung dürfte nicht jeder Spieler mit seiner Rolle zufrieden sein. Linton Maina beispielsweise hatte seinen Vertrag verlängert, um beim FC in der Bundesliga zu den Stammkräften zu zählen. Jusuf Gazibegovic wiederum war im Januar von Champions-League-Teilnehmer Sturm Graz ans Geißbockheim gewechselt und spielt aktuell überhaupt keine Rolle.
Vor den verbleibenden fünf Bundesliga-Duellen war es Kwasniok nun offenbar ein Anliegen, die Sinne seiner Mannschaft noch einmal zu schärfen. Das Motto: Jeder Spieler muss den Erfolg des Teams über die eigene Situation stellen. „Was sie auch tun“, lobte der 44-Jährige die Einstellung seiner Profis.
In den vier Partien vor der Länderspielpause hatte der FC vier Punkte geholt – trotz weitestgehend ordentlicher Leistungen nicht ganz das, was sich Kwasniok wünscht. Seine Vorgabe: „Das, was uns in den ersten Spielen sehr erfolgreich gemacht hat, uns in den ersten beiden Saisonspielen sechs Punkte gebracht hat, ist jetzt auch das Credo und die Zielsetzung für die fünf Partien bis zur Winterpause.“
Mit Geschlossenheit, hoher Intensität und Matchplänen, bei denen jeder einzelne Akteur mitzieht, wollen die Geißböcke ihr beruhigendes Polster auf den Tabellenkeller aufrechterhalten oder gar anwachsen lassen.
Im Anschluss, während der Winterpause, kommt wiederum die Zeit, sich den Einzelschicksalen zu widmen. Kwasniok kündigte an: „Wir setzen uns mit allen zusammen, machen eine Analyse mit jedem einzelnen, um dann zu sagen: Okay, das war gut aus unserer Sicht, das war gut aus Sicht des Spielers.“
Und natürlich dürfte auch jenes besprochen werden, was nicht gut war. Fraglos dürfte der eine oder andere Wechselwunsch aufkommen. Doch erst, wenn der Ball in der Bundesliga ruht. „Aktuell“, betonte Kwasniok noch einmal, „gilt es, einzig und allein das Bestmögliche für diesen Verein herauszuholen.“
