Badeunfall im Latium

Mann von italienischer Ministerin ist spurlos verschwunden


Aktualisiert am 28.06.2026 – 20:27 UhrLesedauer: 2 Min.

Italiens Familienministerin Eugenia Maria Roccella (Quelle: IMAGO/marco iacobucci / ipa-agency.net/imago)

Italien schaut gebannt auf den Vicosee. Dort hat sich am Wochenende ein mögliches Unglück ereignet, das die italienische Familienministerin direkt betrifft.

Ein Bootsausflug auf dem Vicosee in Latium könnte sich für Italiens Familienministerin Eugenia Roccella zur Tragödie entwickeln. Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa tauchte ihr Ehemann Luigi Cavallari nach einem Sprung vom Boot nur kurz wieder aus dem Wasser auf und verschwand dann spurlos.

Der Alarm war am Samstag gegen 17 Uhr ausgelöst worden. Seitdem suchen Tauchereinheiten der Feuerwehr aus Rom, die mit dem Hubschrauber zum See geflogen worden waren, das Gewässer nach dem 84-Jährigen ab.

Tragödie um Ministerin in Italien? Ehemann verschwunden

„Die Sicht ist extrem schlecht, fast gleich null, selbst in geringen Tiefen, und die Temperaturen werden mit zunehmender Tiefe unerträglich.“ So fasste Andrea Caputo, der stellvertretende Präfekt von Viterbo, die Suche nach nach dem Ehemann der Ministerin beim italienischen Medium „La Reppubblicca“ zusammen.

Die Situation erschwert die laufenden Suchmaßnahmen erheblich. Diese werden mithilfe modernster Technik sowie von Einsatzkräften und Tauchern der Carabinieri und der Guardia di Finanza durchgeführt. Sie unterstützen die Feuerwehrleute. Die Hoffnungen, Cavallari lebend zu finden, sind mittlerweile gering.

Reflection of clouds seen in Lake Vico, Viterbo province, Lazio, Italy, MAMF03077 (Quelle: IMAGO/Maria Maar/imago)

„Kälteschock“ als mögliche Ursache für das Verschwinden

Auch am Sonntag blieb die Suche trotz der Nähe zur Küste erfolglos. Nach einer ersten Rekonstruktion des Unfalls sprang Luigi Cavallari von dem kleinen Boot ins Wasser, um sich Abkühlung zu verschaffen. Als er wieder auftauchte, hatte er nur noch die Kraft zu sagen, dass er sich nicht wohl fühle, war jedoch nicht in der Lage, wieder an Bord zu klettern oder sich am Rand des Bootes festzuhalten, das nicht vor Anker lag. Ministerin Roccella konnte ihn nicht greifen und rief stattdessen sofort Hilfe herbei.

Eine mögliche Ursache für das Unwohlsein des Ehemannes der Ministerin könnte nach Angaben von „La Repubblicca“ ein „Kälteschock“ gewesen sein. Das Wasser des Sees ist kalt und Cavallari könnte in der Folge von den Strömungen mitgerissen worden sein. Die Ministerin wurde in ihr Elternhaus in der Nähe von Viterbo zurückgebracht, wo sie und ihre beiden Kinder auf Neuigkeiten zur Suche warten.

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