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Finanzen

Traditionsunternehmen zum zweiten Mal insolvent: 80 Beschäftigte betrofen

wochentlich.deBy wochentlich.de15 Juli 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Traditionsunternehmen zum zweiten Mal insolvent: 80 Beschäftigte betrofen
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Wirtschaftsflaute in Deutschland

Traditionsunternehmen zum zweiten Mal insolvent


15.07.2026 – 10:54 UhrLesedauer: 2 Min.

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Schwere Zeiten für Gießereien: In Baden-Württemberg musste ein Unternehmen nun zum zweiten Mal die Insolvenz anmelden. (Quelle: IMAGO/Alexander Manzyuk/imago)

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Die deutsche Wirtschaft schwächelt noch immer. Immer mehr Unternehmen geraten deshalb in den Abwärtssog. Ein Unternehmen aus dem Süden meldet erneut Insolvenz an.

Die Eurotech Guss Schwäbisch Gmünd GmbH ist schon wieder insolvent. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, hat das Amtsgericht Aalen die vorläufige Eigenverwaltung für die Aluminiumgießerei angeordnet. Der Betrieb geht für die rund 80 Beschäftigten demnach weiter – doch die Unsicherheit dürfte hoch bleiben. Denn für die Eurotech Guss ist es die zweite Insolvenz innerhalb von fünf Jahren.

Die Geschichte der Gießerei geht auf das Jahr 1913 zurück, damals firmierte sie unter dem Namen der Gründerfamilie Schenk. 2021 ging das Unternehmen das erste Mal in die Sanierung. 2023 wurde die Firma dann von Geschäftsführer Ralf Brinschwitz übernommen und zu Eurotech Guss Schwäbisch Gmünd umbenannt.

Wirtschaftsflaute führt zu neuer Insolvenz

Nun folgt das nächste Insolvenzverfahren. Grund für die Schieflage sind nach Unternehmensangaben die Investitionszurückhaltung und die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit im Land. Brinschwitz zeigt sich allerdings optimistisch. In einer Mitteilung der Rechtsanwälte Pluta sagt er, dass man versuche, das Unternehmen „langfristig auf solide finanzielle Füße zu stellen“.

Die Gießerei aus Baden-Württemberg ist kein Einzelfall. Die Welle der Firmenpleiten in Deutschland rollt auf hohem Niveau weiter. Im April haben 2.276 Unternehmen bei den Amtsgerichten ihre Zahlungsunfähigkeit angezeigt, wie das Statistische Bundesamt kürzlich berichtete. Das waren 7,1 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresmonat. In den ersten vier Monaten ist damit die Zahl der Insolvenzfälle im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,7 Prozent gestiegen.

Bezogen auf 10.000 Unternehmen gab es im laufenden Jahr bis einschließlich April 24,1 Insolvenzen. Am stärksten betroffen waren Verkehr und Lagerei (43,9 Fälle) sowie das Gast- und Baugewerbe. Bei den Daten ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen fast drei Monate davor.

Für Personen- und Kapitalgesellschaften hat das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) vom höchsten Insolvenzstand seit mehr als 20 Jahren berichtet. Im ersten Halbjahr habe es bereits 4.996 Insolvenzen gegeben – der höchste Stand seit dem zweiten Quartal 2005. Viele Branchen und Regionen seien gleichzeitig betroffen, teilten die Forscher mit.

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