Nach Zwangsabstieg
1860 München: Insolvenzverfahren bei Traditionsklub
01.09.2026 – 13:42 UhrLesedauer: 1 Min.
Der TSV 1860 München musste den Zwangsabstieg in die Regionalliga verkraften. Jetzt ist offiziell ein Insolvenzverfahren eröffnet – aber der Klub feiert immerhin einen Erfolg.
Das Insolvenzverfahren beim TSV 1860 München ist eröffnet. Diesen Beschluss fasste das Amtsgericht München und bestellte offiziell einen Insolvenzverwalter. Gleichzeitig kann der nach einem Zwangsabstieg in die Regionalliga abgestürzte Fußball-Traditionsverein nach dem Kauf der Markenrechte wieder sein bekanntes Wappen mit dem ikonischen Löwen nutzen.
Wie am Dienstag mitgeteilt wurde, sollen alle Gläubiger in Kürze angeschrieben und zur Anmeldung ihrer Forderungen aufgefordert werden. Unter den Gläubigern sind auch die rund 5.500 Käufer von Dauerkarten für diese Saison in der 3. Fußball-Liga, in der die „Löwen“ aber nicht antreten konnten.
Auf ovales Logo ausgewichen
Der vorläufige Gläubigerausschuss hat einem Angebot des Turn und Sportverein München von 1860 e.V. und der neuen TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH zugestimmt. Dieses sieht den Kauf von Vermögenswerten der insolventen Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) vor, darunter deren Markenrechten. Dabei handelt es sich um die Schutzmarken „TSV 1860 München“ sowie die Wort-Bildmarke, den im Achteck eingerahmten, nach links blickenden Löwen mit Doppelschweif und dem Schriftzug „1860“.
Wegen eines Streits mit Investor Hasan Ismaik um die Merchandising-Rechte waren die Münchner zum Saisonstart auf ein altes, ovales Logo ausgewichen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. „Mit dem Erwerb sollen auch Beschäftigte übernommen werden. Darunter auch der noch an die KGaA gebundene Kader von Spielern aus der U19, U21 und dem ehemaligen Profibereich“, hieß es.
