„Tenzing“-Stars im Interview

„Diese Geschichte hätte schon viel früher erzählt werden müssen“


20.10.2026 – 01:15 UhrLesedauer: 2 Min.

„Tenzing“: Tom Hiddleston, Genden Phuntsok und Willem Dafoe (v.l.n.r.) spielen in dem Apple-TV-Film die Hauptrollen. (Quelle: Arturo Holmes/Getty Images)

Edmund Hillary wurde als Erstbesteiger des Mount Everest zum Helden, doch der Mann an seiner Seite blieb im Westen lange eine Randfigur. „Tenzing“ soll das nun ändern.

Am 29. Mai 1953 erreichten der Neuseeländer Edmund Hillary und der Sherpa Tenzing Norgay den höchsten Punkt der Erde. Beide waren Außenseiter in einer britischen Expedition, keiner von ihnen war ursprünglich für den Gipfelversuch vorgesehen. Nach dem Erfolg wurde Hillary weltweit gefeiert, während sein Partner außerhalb seiner Heimat weitgehend in den Hintergrund geriet.

Mehr als 70 Jahre später erzählt der Film „Tenzing“, der aktuell bei Apple TV zu sehen ist, die Geschichte aus der Sicht des Sherpas und rückt das Kapitel mit gewaltigen Bildern und emotionaler Tiefe zurecht. Denn Tenzing Norgay war ein ebenbürtiger Bergsteiger – ohne dessen Können die Expedition wohl gescheitert wäre.

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„Tenzing rettete Hillary das Leben. Sie kamen vom Berg zurück ins Lager, und Hillary stürzte in eine Gletscherspalte“, erzählte Tom Hiddleston, der den Neuseeländer spielt, im Interview mit t-online. „Es ist Hillary wirklich passiert. Und es ist mir wirklich passiert.“

Er wurde für den Dreh in eine Spalte hinabgelassen, mit rund fünf Metern Seil an Genden Phuntsok gebunden, der am Rand stand und ihn hochzog. So wie der Sherpa seinen Partner damals. „Der Film heißt ‚Tenzing‘, und das hat einen Grund: Er soll im Mittelpunkt seiner eigenen Geschichte stehen“, betonte Hiddleston.

„Es geht nicht nur darum, den Everest zu besteigen“

„Die Leute wissen immer nur ein bisschen über Tenzing Norgay“, sagte Hauptdarsteller Genden Phuntsok über seine Rolle und stellte im Interview klar: „Diese Geschichte hätte schon viel früher erzählt werden müssen.“ Ihm geht es dabei um mehr als Heldentum. „Ich hoffe wirklich, dass die Menschen nach diesem Film mehr über die Sherpa verstehen, sie besser kennenlernen und ihnen mehr Respekt entgegenbringen. Der Natur und dem Berg mehr Respekt entgegenbringen.“

„Es geht nicht nur darum, den Everest zu besteigen. Es geht darum, dass er sich in die Lage bringt, das zu verwirklichen, wovon er immer geträumt hat: zu einer Art Verbundenheit mit diesem Berg zurückzufinden, der ihm so viel bedeutete“, fasste Willem Dafoe, der Expeditionsleiter John Hunt spielt, die Reise Tenzings zusammen.

„Tenzing“: Alle Bergszenen wurden bei echtem Schnee und Eis gedreht. (Quelle: IMAGO/Kirsty Griffin)
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