Elf Auslöser für Tinnitus

Woher das lästige Piepen im Ohr kommen kann


Aktualisiert am 02.10.2025 – 16:26 UhrLesedauer: 3 Min.

Tinnitus: Sind die Ohrgeräusche sehr stark, kann das den Alltag belasten. (Quelle: Motortion/getty-images-bilder)

Ob Piepen, Pfeifen oder Summen: Ohrgeräusche können viele Ursachen haben. Erfahren Sie hier mehr darüber, was Tinnitus auslösen kann.

Ohrgeräusche (Tinnitus) haben viele Menschen schon einmal wahrgenommen. Oft sind diese nicht von Dauer und verschwinden nach kurzer Zeit von allein. Etwa 5 bis 15 Prozent aller Erwachsenen erleben jedoch mindestens einmal im Leben länger anhaltende Ohrgeräusche. Bleiben diese mehr als drei Monate bestehen, sprechen Fachleute von einem chronischen Tinnitus.

Zu einem Tinnitus kann es kommen, wenn die Sinneszellen im Innenohr gereizt oder geschädigt werden. Wahrscheinlich entsteht er, weil das Gehirn von den beeinträchtigten Sinneszellen keine Signale mehr erhält. Um mehr wahrzunehmen, steigern die Nervenzellen im Hörzentrum ihre Aktivität und melden dem Hirn in der Folge Phantomgeräusche.

Tinnitus kann viele Gründe haben, doch nicht immer lässt sich eine eindeutige Ursache für die Ohrgeräusche feststellen. Im folgenden Abschnitt stellen wir Ihnen einige häufige Auslöser vor.

Häufige laute Musik und kurzfristiger extremer Lärm (etwa der Knall von Feuerwerkskörpern oder eine Explosion) kann die Sinneszellen im Innenohr schädigen und einen Tinnitus auslösen.

Auch ein Hörsturz kann ein Auslöser für Tinnitus sein. Er macht sich durch eine plötzliche Hörminderung bemerkbar, meist auf einem Ohr. Gleichzeitig kommt es oft zu Ohrgeräuschen, einem Druckgefühl im Ohr und Kopf sowie zu Schwindel. Bei diesen Anzeichen sollten Betroffene innerhalb von 24 bis 48 einen HNO-Arzt aufsuchen. Oft genügt es zwar, abzuwarten, in manchen Fällen ist jedoch eine rasche Behandlung nötig.

Bei einer Hörminderung stellen sich nicht selten auch Ohrgeräusche ein. Denn wenn die Sinneszellen im Innenohr allmählich abbauen, verstärkt das Hörzentrum im Gehirn seine Aktivität, um mehr wahrzunehmen. Dadurch können mit zunehmendem Hörverlust Phantomgeräusche entstehen.

Manchmal werden Ohrgeräusche einfach nur durch einen Ohrenschmalzpfropf im Gehörgang verursacht. Ein Arzt kann diesen fachgerecht entfernen. Dann verschwindet auch der Tinnitus in der Regel schnell wieder.

Sowohl bei Erkältungen als auch bei einer Mittelohrentzündung können mitunter Ohrgeräusche auftreten. In der Regel lässt der Tinnitus wieder nach, sobald der Infekt auskuriert ist.

Erkrankungen wie Arteriosklerose oder Bluthochdruck können dazu führen, dass das Blut mit größerer Kraft durch die Gefäße fließt. Der veränderte Blutfluss im Ohr kann Tinnitus hervorrufen oder dazu führen, dass die Ohrgeräusche stärker wahrgenommen werden. Bei Menschen mit Bluthochdruck etwa kann es insbesondere nachts zu einem pulsierenden und pulssynchronen Tinnitus kommen. Wird der Blutdruck mithilfe von Medikamenten gesenkt, verschwindet häufig auch das Ohrgeräusch.

Viele bemerken bei sich, dass Tinnitus begleitend bei Stress oder psychischer Belastung auftritt beziehungsweise dann stärker wahrgenommen wird. Wissenschaftlich gesehen ist es jedoch unklar, wie dies miteinander zusammenhängt. Sicher ist, dass ein bestehender Tinnitus selbst zu Stress führen kann.

Bei manchen Menschen mit Diabetes entwickelt sich im Verlauf der Erkrankung ein Tinnitus. Dazu kann es kommen, wenn langfristig erhöhte Blutzuckerwerte die Sinneszellen im Innenohr schädigen oder die Durchblutung im Ohr beeinträchtigen.

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