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Regionen

Ticketpreise werden ab Januar in Berlin & Brandenburg erhöht

wochentlich.deBy wochentlich.de24 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Öffentlicher Nahverkehr

Verkehrsbund Berlin-Brandenburg: Tickets werden teurer

Aktualisiert am 24.09.2026 – 14:39 UhrLesedauer: 2 Min.

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Bahnsteig in Berlin (Symbolbild): Ab dem nächsten Jahr werden die Tickets teurer. (Quelle: IMAGO/Emmanuele Contini)

Ab Januar steigen die Fahrpreise im Verbundnetz von Berlin und Brandenburg. Nicht alle Tickets sind betroffen.

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) hebt seine Tarife zum 1. Januar 2027 um durchschnittlich 3,72 Prozent an. Das hat der VBB-Aufsichtsrat beschlossen. Das Einzelticket für den Bereich Berlin AB bleibt mit 4 Euro unverändert, andere Fahrscheine werden dagegen teurer.

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So steigt der Preis für das Vier-Fahrten-Ticket Berlin AB von 12,40 auf 13,20 Euro. Die monatliche Umweltkarte für denselben Bereich kostet künftig 84,30 statt bisher 81,30 Euro. In Potsdam verteuert sich das AB-Einzelticket von 3 auf 3,10 Euro. In Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder) und Cottbus bleibt der AB-Einzelfahrschein bei 2,70 Euro.

In diesen Verkehrsmitteln gelten die neuen Tarife

Die neuen Tarife gelten für alle Fahrten mit Bussen, Straßenbahnen, U-Bahnen, S-Bahnen und Regionalzügen im gesamten VBB-Gebiet, das Berlin und das Land Brandenburg umfasst.

Als Grund für die Erhöhung nennt der VBB anhaltend hohe Kosten. „Insbesondere die Entwicklung der Inflationsrate sowie die notwendigen Investitionen in Fahrzeuge, Infrastruktur und einen modernen und leistungsfähigen ÖPNV stellen die Verkehrsunternehmen vor große finanzielle Herausforderungen“, teilte der Verbund mit. Die Preisanpassung sei nötig, um das bestehende Verkehrsangebot sichern zu können.

Die Tariferhöhung reiht sich in eine Serie von Preisrunden ein: Seit 2016, als das Berliner AB-Ticket noch 2,70 Euro kostete, sind die VBB-Tarife wiederholt gestiegen. Gleichzeitig wurden einzelne Angebote gestrichen, wenn sie kaum noch nachgefragt wurden oder gegenüber dem bundesweiten Deutschlandticket keine Vorteile mehr boten.

Deutschlandticket kostet etwas mehr als 60 Euro

Fahrgastverbände kritisieren regelmäßig, dass Preiserhöhungen schwer zu vermitteln seien, wenn Züge und Busse verspätet oder überfüllt seien und Verbindungen ausfielen. Verkehrsunternehmen und Verbünde halten dagegen, dass ein verlässlicher Nahverkehr nur mit ausreichender Finanzierung möglich sei. Die Ursachen für Verspätungen und Ausfälle im Regionalverkehr sehen die Verbünde vor allem in der maroden Infrastruktur, für die die Deutsche Bahn zuständig ist. Gerade in Brandenburg kommt hinzu, dass auch dünn besiedelte Regionen mit Busverbindungen erschlossen werden müssen.

Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach hatte sich am Mittwoch für eine grundlegende Umgestaltung des Tarifsystems ausgesprochen. „Wir sollten überlegen, ob Zonen sinnvoller sind oder Flatrates. Ich würde Zeitkarten bevorzugen – ob für eine Stunde, 90 Minuten oder einen Tag“, sagte Crumbach der Deutschen Presse-Agentur. Sein Vorschlag: „Für Gelegenheitsfahrer gäbe es Zeitkarten, für Pendler das Deutschlandticket.“ Eine solche Fahrkarte wäre dann nach Zeitdauer gestaffelt und im gesamten VBB-Bereich gültig. Sein erklärtes Ziel dabei: „Es soll ein Anreiz geschaffen werden, ein Deutschlandticket zu kaufen.“ Das AB-Ticket in Berlin bewertete er als „im Moment möglicherweise zu günstig“.

Das Deutschlandticket, das im Nah- und Regionalverkehr bundesweit gilt, kostet aktuell 63 Euro im Monat und damit weniger als die Berliner Umweltkarte. Diese ist allerdings nicht personengebunden und erlaubt zu bestimmten Zeiten die Mitnahme weiterer Fahrgäste, weshalb sie weiterhin angeboten und genutzt wird. Der VBB zählt nach eigenen Angaben täglich rund vier Millionen Fahrgäste.

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