Erst Schlägerwurf, dann Pleite
Werbebande demoliert: Tennis-Star rastet aus
19.08.2026 – 14:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Daniil Medvedev ist auf der Tennis-Tour für sein Temperament berüchtigt, das er nicht immer unter Kontrolle hat. Beim Turnier in Cincinnati verlor er einmal mehr die Nerven.
Daniil Medvedev hat beim ATP-Mastersturnier in Cincinnati mal wieder für Schlagzeilen gesorgt – allerdings weniger durch sportliche Glanzleistungen als vielmehr durch einen emotionalen Ausbruch. Der 30-jährige Russe, bekannt für seine temperamentvolle Art, unterlag in der dritten Runde dem US-Amerikaner Brandon Nakashima mit 7:6 (7:3), 6:7 (4:7), 1:6, obwohl er den ersten Satz noch im Tiebreak für sich entscheiden konnte.
Medvedev zeigte sich bereits im ersten Satz frustriert und ließ seinen Ärger an der elektronischen Werbebande aus, indem er seinen Schläger heftig gegen das Display schleuderte. Im zweiten Satz eskalierte die Situation weiter: Nachdem Nakashima drei Matchbälle abgewehrt hatte und im Tiebreak in Führung ging, trat Medvedev erneut gegen die Werbebande.
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Stuhlschiedsrichter Mohamed Lahyani sprach daraufhin eine Verwarnung aus, die Medvedev zu einem kurzen Streit mit dem Referee veranlasste. Lahyani, bekannt für seine Ruhe und Erfahrung, beendete die Diskussion jedoch schnell. Im entscheidenden dritten Satz war Medvedev schließlich chancenlos und musste sich geschlagen geben.
Für Medvedev bedeutet die Niederlage ein weiteres enttäuschendes Ergebnis in der Vorbereitung auf die US Open, die am 30. August beginnen und die Medvedev 2021 gewinnen konnte. Bereits in Montreal war er in der zweiten Runde ausgeschieden.
Gegner Nakashima hingegen setzt seine starke Form fort. Der 25-Jährige, aktuell auf Platz 22 der Weltrangliste, feierte gegen Medvedev seinen ersten Sieg im vierten Duell und knüpft an seine jüngsten Erfolge an: das Halbfinale in Washington und sein erstes Masters-Finale in Montreal, wo er gegen Ben Shelton unterlag.
Im Achtelfinale von Cincinnati trifft Nakashima nun auf den ungesetzten Portugiesen Nuno Borges. Mit seiner aktuellen Form könnte der US-Amerikaner auch dort für eine weitere Überraschung sorgen.