Neue Studie
Bestimmtes Getränk schützt womöglich Herz und Gefäße
Aktualisiert am 22.10.2026 – 16:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weitverbreitet und führen oft zum Tod. Wer häufig Tee trinkt, könnte sein Risiko verringern, wie eine neue Studie zeigt.
Regelmäßiger Teekonsum geht laut einer aktuellen Beobachtungsstudie mit einem um elf Prozent geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher. Demnach kommt es bei Menschen, die häufig Tee trinken, im Vergleich zu Nicht-Teetrinkern auch seltener zu Schlaganfällen und anderen schwerwiegenden, durch Arteriosklerose bedingten Ereignissen. Nachzulesen sind die Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Journal of Internal Medicine“.
Fast eine halbe Million Menschen untersucht
Für die Studie hat ein Forschungsteam Daten von 485.934 Erwachsenen in China ausgewertet. Die teilnehmenden Personen wurden im Mittel gut neun Jahre lang begleitet. In dieser Zeit traten 14.863 Fälle von Gefäßerkrankungen auf. Betroffen waren unter anderem die Herz- und Hirngefäße sowie die Beinarterien.
Die Auswertung ergab: Bei denjenigen, die mindestens einmal wöchentlich Tee tranken, war die Häufigkeit solcher Erkrankungen deutlich geringer – aber nur bis zu einer bestimmten Menge: Das niedrigste geschätzte Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen lag bei etwa sechs bis acht Tassen pro Tag. Mit jeder weiteren Tasse stieg das Erkrankungsrisiko wieder an.
Schwarzer Tee schnitt besser ab
Schwarzer Tee war in der Untersuchung deutlicher und beständiger mit einem geringeren Gefäßrisiko verbunden als grüner Tee. Auch die Art der Zubereitung spielte offenbar eine Rolle: Hierbei erwies sich Tee mittlerer Stärke als besonders günstig für die Herz-Kreislauf-Gesundheit.
Bei hoher Trinktemperatur scheint hingegen Vorsicht angebracht zu sein: Wer Tee glühend heiß trank, hatte laut der Auswertung ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Es könnte sich also lohnen, dem Getränk vor dem ersten Schluck etwas Zeit zum Abkühlen zu geben – auch aus anderen Gründen, wie Sie hier nachlesen können.
Tee als Teil eines gesunden Lebensstils
Das Forschungsteam berücksichtigte in seiner Auswertung auch weitere mögliche gesundheitliche Einflussfaktoren. Dabei zeigte sich: Am günstigsten war die Kombination aus regelmäßigem Teetrinken, Nichtrauchen und viel Bewegung. Ein solcher Lebensstil war in der Studie mit dem niedrigsten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden.
Zu beachten ist allerdings, dass die Ergebnisse aus einer Beobachtungsstudie stammen. Das bedeutet: Sie können nur auf Zusammenhänge hinweisen, aber nicht beweisen, dass Tee eine direkte Schutzwirkung auf die Gefäße hat. Dennoch spricht die Studie dafür, dass nicht allzu heißer Tee gut zu einer gesunden Lebensweise passt.
