Börse
Furcht vor KI-Regulierung: Tech-Aktien an Wall Street brechen ein
05.11.2026 – 17:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach den Kongresswahlen wächst die Sorge vor politischem Gegenwind für KI-Rechenzentren. An der Wall Street kam es zu einem massiven Ausverkauf bei Technologieaktien.
Die Furcht vor einer stärkeren Regulierung bei Künstlicher Intelligenz (KI) hat am Donnerstag am US-Aktienmarkt zu einem Ausverkauf bei Technologiewerten geführt. Zwei Tage nach den wegweisenden Wahlerfolgen der Demokraten bei den Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten brachen insbesondere die Papiere aus dem Umfeld der Chipbranche ein, die bis in die jüngste Vergangenheit als größte Profiteure des Hypes um KI gegolten hatten.
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Bei den US-Kongresswahlen hatten die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat erobert. Tech-Konzerne müssen sich nun etwa auf mehr Gegenwind bei ihren riesigen Rechenzentren für KI einstellen. Kritiker der KI-Rechenzentren verweisen unter anderem auf deren hohen Strombedarf, der auch die Energiepreise für die Bevölkerung in die Höhe treiben könnte. Hinzukommen Sorgen wegen Lärm, Luftverschmutzung und Wassermangel sowie die Befürchtung, dass durch die Rechenzentren nur wenige dauerhafte Jobs entstehen.
Der Nasdaq 100 sackte um 5,5 Prozent auf zwischenzeitlich 26.878 Punkte ab und steuert damit auf einen seiner größten Tagesverluste in den letzten Jahren hin. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 3,2 Prozent auf 7.444 Zähler nach unten. Der Leitindex Dow Jones Industrial fiel um 2,2 Prozent auf 52.193 Punkte.
Die Demokraten gelten den Chancen von Künstlicher Intelligenz gegenüber als skeptischer als die Republikaner, die sich eher für Deregulierung starkmachen. In Texas hat die designierte Gouverneurin Gina Hinojosa von den Demokraten bereits ein sofortiges Moratorium für den Bau von Rechenzentren gefordert.
