Bei Kindern ist die Neuroborreliose die häufigste Ursache für eine Gesichtslähmung.
Die Hirnhautentzündung kann unter anderem zu einem steifen Nacken sowie zu Kopfschmerzen führen. Auch Appetitlosigkeit und ein allgemeines Krankheitsgefühl sind mögliche Folgen. Bei einer Neuroborreliose treten diese Symptome meist phasenweise auf, das bedeutet: Die Beschwerden lassen zwischendurch nach oder klingen ab und verschlimmern sich dann wieder. So kann es vorkommen, dass die Erkrankung mitunter erst spät erkannt wird.
Das Bannwarth-Syndrom tritt bei Kindern – anders als bei Erwachsenen – nur vereinzelt auf. Die brennenden Schmerzen, die für dieses Syndrom typisch sind, kommen bei Kindern somit sehr selten vor.
Späte Neuroborreliose bei Kindern
Wie bei Erwachsenen beginnt eine Neuroborreliose bei Kindern fast immer einige Wochen bis Monate nach dem Zeckenstich. Die späte Neuroborreliose, die erst Monate bis Jahre nach der Infektion erkannt wird, ist auch im Kindesalter äußerst selten. Mögliche Anzeichen dafür sind bei Kindern zum Beispiel:
- Krampfanfälle
- Lähmungen
- Probleme bei der Blasen- und Darmentleerung
- geistige Einschränkungen
- verändertes Gemüt
Behandlung: Ist Neuroborreliose heilbar?
Zur Behandlung der Neuroborreliose werden Antibiotika eingesetzt. Gängig sind – je nach Krankheitsbild – beispielsweise Doxycyclin oder Ceftriaxon. Meist dauert die Behandlung zwei Wochen. Bei der – sehr seltenen – späten Neuroborreliose kann sie drei Wochen in Anspruch nehmen.
Ob eine Neuroborreliose vollständig heilbar ist, lässt sich im Vorhinein nicht sicher sagen. Das hängt auch vom Ausmaß der Schäden ab, die die Infektion im Körper angerichtet hat. Antibiotika gelten als wirksame Standardtherapie der Neuroborreliose. Wie vollständig sich bereits entstandene Nervenschäden zurückbilden, hängt jedoch vom Ausmaß der Erkrankung ab.
Grundsätzlich besteht also eine gute Chance, dass die Beschwerden nach der Antibiotikatherapie nachlassen. Wenn auch nicht sofort: In vielen Fällen dauert es nach der Behandlung einige Monate oder sogar Jahre, bis die Schmerzen und die anderen Beschwerden so weit zurückgegangen sind, dass die Betroffenen ihren alltäglichen Aktivitäten wieder wie gewohnt nachgehen können.
Neuroborreliose: Spätfolgen & Therapie im Spätstadium
Bei einigen Erkrankten zieht die Neuroborreliose trotz Antibiotika bleibende Beschwerden nach sich, etwa:
- Empfindungsstörungen
- Lähmungserscheinungen
- Schmerzen
- Gangunsicherheit
- Schwindel
