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Finanzen

Taschenhersteller Red Rebane meldet Insolvenz an: Mitarbeiter verlieren Job

wochentlich.deBy wochentlich.de31 August 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Produktion eingestellt

Deutscher Rucksack-Hersteller insolvent


Aktualisiert am 31.08.2026 – 10:45 UhrLesedauer: 2 Min.

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Nähmaschine (Symbolbild): Handarbeit in Deutschland war für die Schweriner Manufaktur nicht mehr leistbar. Nach 14 Jahren ist der Rucksack-Hersteller insolvent. (Quelle: Elmar Gubisch via www.imago-images.de)

Ein rotes Fuchsgesicht als Markenzeichen, ein nachhaltiges Geschäftsmodell. Die bekannte regionale Taschen- und Rucksackmanufaktur Red Rebane ist insolvent.

Die Schweriner Taschen- und Rucksackmanufaktur Red Rebane ist insolvent. Das Amtsgericht Schwerin eröffnete Anfang August das Insolvenzverfahren über das Unternehmen, das unter anderem bekannte Outdoor-Rucksäcke und Fahrradtaschen herstellte. Die Produktion wurde weitgehend eingestellt, die zuletzt noch vier Beschäftigten verlieren ihre Arbeitsplätze.

Geschäftsführer Christian Karius führt die finanziellen Probleme im „Nordkurier“ vor allem auf die hohen Kosten einer Produktion in Deutschland zurück. „Leider war die Herstellung unserer Taschen und Rucksäcke in Deutschland unter den heutigen wirtschaftlichen Bedingungen nicht mehr möglich. Deshalb mussten wir die Produktion einstellen“, sagte er.

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Insolvenz nach 14 Jahren: Taschenhersteller muss aufgeben

Red Rebane war 2012 von Karius und Stephan Rodewald in Schwerin gegründet worden. Die beiden Unternehmer setzten bei ihren Produkten auf Handarbeit sowie überwiegend in Deutschland oder der EU hergestellte und nachhaltige Materialien. Nach Angaben von Karius verschlechterten sich die Bedingungen für das Geschäftsmodell jedoch zunehmend. Steigende Ausgaben für Material, Energie und Personal hätten die Herstellung belastet. Eine rentable Produktion sei schließlich nicht mehr möglich gewesen.

Auch die Corona-Pandemie brachte das Unternehmen nach Darstellung des Geschäftsführers in finanzielle Schwierigkeiten. Weil Messen zeitweise ausfielen, erschloss sich die Manufaktur zunächst ein anderes Geschäft und fertigte unter anderem Masken für das Schweriner Krankenhaus und weitere Unternehmen aus der Region. Mit der zunehmenden Verbreitung von FFP2-Masken brach diese Nachfrage jedoch weg. Red Rebane blieb demnach auf einem Teil der Produktion sitzen. Um den Betrieb damals weiterführen zu können, nahm das Unternehmen Kredite auf. Die Belegschaft wurde in den folgenden Jahren deutlich verkleinert.

Die Fahrradtaschen des Herstellers Easy Exo laufen weiter (Aufnahme des Unternehmens).Vergrößern des Bildes
Die Fahrradtaschen des Herstellers Easy Exo laufen weiter (Aufnahme des Unternehmens). (Quelle: easy exo / red rebane )

Zusätzlichen Druck habe die Konkurrenz durch günstigere Produkte ausgeübt. Nach Darstellung der Gründer im „Nordkurier“ seien eigene Entwicklungen „teilweise nahezu eins zu eins“ von Wettbewerbern aufgegriffen worden. Unternehmen, die in Fernost produzieren lassen, hätten ähnliche Waren anschließend zu niedrigeren Preisen anbieten können. Rechtlich dagegen vorzugehen, hält Karius für schwierig. „Du kannst natürlich jemanden verklagen, weil er dein Produkt geklaut hat, aber die Erfolgsaussichten dafür sind relativ schlecht.“

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