Gute Nachrichten für Sparer

Tagesgeld-Zinsen erreichen höchsten Stand seit 16 Jahren


10.10.2026 – 07:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Lohnt sich mehr als das Sparschwein (Symbolbild): Anleger bekommen wieder höhere Zinsen bei Banken. (Quelle: Hendrik Schmidt/dpa/dpa-bilder)

Zinsen aufs Tagesgeld gab es in den 2010er-Jahren praktisch nicht. Seit ein paar Jahren ist das anders. Die Zinsen haben gerade einen neuen Höchststand erreicht.

Wer im Oktober ein neues Tagesgeldkonto eröffnen möchte, kann auf die höchsten Zinsen seit Langem hoffen: Wie eine Auswertung von tagesgeldvergleich.net zeigt, sind die durchschnittlichen Zinsen zum Stichtag 1. Oktober 2026 auf den höchsten Wert seit 2009 gestiegen. Im Durchschnitt aller verglichenen Banken liegen sie bei 2,08 Prozent pro Jahr. Für eine Einlagesumme von 10.000 Euro würde das also 208 Euro an Zinsen ergeben.

Betrachtet man nur die fünf Banken mit den höchsten Zinsen am Markt, ergibt sich ein Schnitt von 4,04 Prozent. Zuletzt lag die Verzinsung der Top-fünf-Banken im März 2009 auf einem solchen Niveau. Damals konnten Sparer bei den fünf besten Banken im Schnitt 4,22 Prozent Zinsen erhalten.

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Sparer sollten die Chance auf gute Zinsen nutzen

Daniel Franke, Betreiber von tagesgeldvergleich.net, rät Sparern deshalb, die Gunst der Stunde zu nutzen: „Aufgrund der steigenden Inflationsrate halten wir es für ratsam, die eigenen Rücklagen gerade jetzt auf ein entsprechend gut verzinstes Tagesgeld umzuschichten.“ Wer noch ein wenig warten möchte, hat aber auch gute Karten: Die Zinsen dürften auch bis Jahresende nicht sinken, vielleicht steigen sie sogar noch.

Auch die Festgeldzinsen haben sich spürbar erhöht, wenn auch weniger stark als die Tagesgeldzinsen. Im Schnitt liegt der Zinssatz über alle Laufzeiten hinweg bei 2,74 Prozent. In der Spitze können Sparer für sechs Monate 3,10 Prozent bekommen, wer sein Geld zehn Jahre lang einlegen will, kann bis zu 3,75 Prozent erhalten. Bei einer Einlagesumme von 10.000 Euro kämen also jährlich 375 Euro zusammen, nach zehn Jahren sind es 3.750 Euro.

Das ist eine eher überschaubare Rendite und würde die allgemeine Inflationsrate vermutlich nur leicht übertreffen. Sparer können am Kapitalmarkt deutlich höhere Renditen erwarten. Für einen breit gestreuten, risikoarmen ETF-Sparplan sind durchschnittliche Renditen von sechs bis sieben Prozent realistisch. Über einen langen Zeitraum von zehn, 15 oder 20 Jahren ist dies für die meisten Sparer die bessere Anlage.

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