Hintergründe noch unklar

Rätselhafte Schüsse auf Berliner Firma

04.07.2026 – 17:57 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Absperrband an einem Tatort (Symbolbild): Die Polizei hat in Wilmersdorf mehrere Einschusslöcher festgestellt. (Quelle: Manuel Genolet/dpa/dpa-bilder)

Ein Mitarbeiter einer Berliner Firma entdeckt Einschusslöcher an einem Gebäude und einem geparkten Wagen. Die Hintergründe sind noch unklar.

In Berlin-Wilmersdorf hat ein Unbekannter auf ein Firmengebäude und ein davor geparktes Auto geschossen. Ein Mitarbeiter entdeckte die Einschusslöcher am Samstagmittag und alarmierte die Polizei, die Patronenhülsen sicherstellte. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Laut einem Polizeisprecher wird noch geprüft, ob die Sondereinheit „Ferrum“ beim Landeskriminalamt (LKA) den Fall übernimmt. Wer geschossen hat und was dahintersteckt, ist bislang offen.

Einheit „Ferrum“ ermittelt seit 2025 in Berlin

Die Einheit „Ferrum“ wurde im Herbst 2025 gegründet, nachdem Schusswaffenvorfälle in Berlin deutlich zugenommen hatten. Die Staatsanwaltschaft richtete parallel die Ermittlungsgruppe „Telum“ ein, was auf Lateinisch „Angriffswaffe“ bedeutet. Beide Gruppen arbeiten eng zusammen und gingen in den vergangenen Wochen verstärkt gegen organisierte Kriminalität vor. Im Fokus stehen Banden, deren Anführer von der Türkei aus operieren und türkisch- sowie kurdischstämmige Ladeninhaber in Berlin und anderen Städten erpressen sollen.

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Seit Bestehen der Einheit „Ferrum“ wurden nach Polizeiangaben vom 22. Juni mehr als 50 scharfe Schusswaffen, über 800 Schuss Munition und zahlreiche weitere gefährliche Gegenstände sichergestellt. In 54 Fällen erließen Gerichte Haftbefehle gegen mutmaßliche Täter. Insgesamt laufen inzwischen rund 460 Ermittlungsverfahren.

Ob ein weiterer Fund mit den Schüssen in Wilmersdorf zusammenhängt, ist fraglich. Polizisten stellten am Freitag im Anita-Berber-Park in Neukölln eine scharfe Waffe samt Munition sicher, als sie dort mutmaßliche Drogendealer beobachteten. Die Waffe war laut Polizei unter einem Baumstamm versteckt.

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