Historischer Erfolg

Tadej Pogačar gewinnt zum fünften Mal die Tour de France


Aktualisiert am 26.07.2026 – 20:17 UhrLesedauer: 3 Min.

Tadej Pogačar: Er hat nun zum fünften Mal die Tour de France gewonnen. (Quelle: IMAGO/JASPER JACOBS/imago-images-bilder)

Der Slowene krönt sich auf der letzten Etappe der Frankreich-Rundfahrt erneut zum Sieger – und stößt nun in einen elitären Kreis vor.

Ein einziger Triumphzug nach Paris: Tadej Pogačar hat die Tour de France 2026 gewonnen und sich damit zum fünften Mal zum Sieger der traditionsreichen Frankreich-Rundfahrt gekürt.

Im Alter von nur 27 Jahren gehört der Slowene durch seinen erneuten Gesamtsieg nun zu den Rekordsiegern des wichtigsten Radrennens der Welt. Er steht in einer Reihe mit den Franzosen Jacques Anquetil und Bernard Hinault, Miguel Indurain (Spanien) sowie dem Belgier Eddy Merckx.

Seit dem Grand Départ in Barcelona hatte er abermals eindrucksvoll unter Beweis gestellt, warum er der beste Radprofi der Gegenwart – und womöglich der beste der Geschichte – ist. Fünf Etappensiege holte Pogačar dieses Mal, 26 sind es insgesamt.

Sein sechster Etappensieg bei der Tour 2026 entglitt Pogačar auf der Zielgeraden. Jubeln durfte auf der auf 88,7 km verkürzten 21. Etappe stattdessen Mathieu van der Poel (Niederlande) vor Jasper Philipsen (Belgien/beide Alpecin-Premier Tech) und Mads Pedersen (Dänemark/Lidl-Trek). Auch der deutsche Sprinter Max Kanter ging als Vierter der Schlussetappe knapp leer aus. Kanter trauerte der verpassten Chance hinterher. „Das ist bitter. Ich bin gerade ziemlich enttäuscht“, sagte Kanter in der ARD: „Ich werde weiter an mir arbeiten und hoffe, dass ich stärker zurückkommen kann.“

Pogačar (UAE Emirates-XRG) beendete die 113. Frankreich-Rundfahrt mit 6:26 Minuten Vorsprung auf den zweitplatzierten Belgier Remco Evenepoel. Am Ort seines größten Einzelerfolgs bescherte der Doppel-Olympiasieger von Paris 2024 dem deutschen Team Red Bull-Bora-hansgrohe die erneute Podestplatzierung, für die im Vorjahr Florian Lipowitz gesorgt hatte. Der deutsche Hoffnungsträger war nach einem Sturz im Einzelzeitfahren der 16. Etappe ausgeschieden. Lipowitz‘ Nachfolger im Weißen Trikot und Gesamtdritter wurde Pogačars Teamkollege Isaac Del Toro (+9:42).

So lief die Schlussetappe:

Die letzte Etappe war von 133 km auf nur 88,7 km gekürzt worden. Das französische Innenministerium hatte am Samstag entschieden, einen Teil der ursprünglich für die Absicherung der Schlussetappe eingeplanten Sicherheitskräfte abzuziehen. Die Einheiten sollen stattdessen die Einsatzkräfte in den von den Bränden betroffenen Regionen Frankreichs unterstützen.

Der offizielle Start erfolgte daher an der Ziellinie in Paris – und Pogačar rollte auf einem Rad in gelber Sonderlackierung an. Für Pogacar begann die Tour d’Honneur. Der Topstar klatschte gelöst mit den anderen Trägern der Wertungstrikots ab, dann posierte er freihändig fahrend Arm in Arm mit seinen Teamkollegen um den Kölner Nils Politt für Fotos. „Es hat sehr, sehr viel Spaß gemacht. Es war von Barcelona bis Paris eine Top-Tour“, sagte Politt der ARD vor dem Start.

Nach zwei lockeren Runden auf den Champs-Élysées nahm das Peloton Tempo auf, ernst wurde es aber erst, als die Fahrer nach rund 40 Kilometern erstmals auf den Rundkurs am Montmartre einbogen. Es erwartete sie ein ohrenbetäubendes Spektakel: Wie schon im Vorjahr und bei den Olympischen Sommerspielen 2024 säumten Zuschauermassen die schmale Kopfsteinpflaster-Passage hinauf zur Basilika Sacré-Coeur.

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