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Gesundheit

Symptome, Ursachen und Behandlung der Kopfschmerzerkrankung

wochentlich.deBy wochentlich.de28 August 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Symptome, Ursachen und Behandlung der Kopfschmerzerkrankung
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Behandlung: Was hilft gegen Migräne?

Während eines akuten Anfalls von Migräne gibt es einiges, was Betroffene selbst tun können. Viele ziehen sich dann in einen ruhigen, abgedunkelten Raum zurück und legen sich hin. Denn Bewegung sowie äußere Reize wie Licht und laute Geräusche verstärken die Beschwerden.

Zudem wenden manche Menschen mit Migräne Hausmittel gegen die Schmerzen an. So kann in einem akuten Anfall ein kaltes, feuchtes Tuch auf der Stirn vorübergehend Linderung verschaffen.

Doch hauptsächlich kommen bei Migräne Tabletten zur Behandlung akuter Beschwerden zum Einsatz. Die meisten Betroffenen nehmen (überwiegend verschreibungsfreie) Schmerzmittel gegen die Kopfschmerzen ein, etwa entzündungshemmende Mittel wie Acetylsalicylsäure (ASS), Diclofenac, Ibuprofen, Naxopren oder Paracetamol.

Gleichzeitig können sich Betroffene Medikamente verschreiben lassen, um starke Übelkeit oder Erbrechen bei Migräne zu behandeln. Geeignet sind beispielsweise die Wirkstoffe Domperidon oder Metoclopramid.

Bessern sich die Beschwerden nicht genug oder sind sie sehr stark, bieten sich (alternativ oder zusätzlich) vor allem Triptane gegen Migräne an: Diese Medikamente wurden speziell zur Behandlung von Migräneanfällen entwickelt. Die meisten sind als Tabletten erhältlich, manche auch als Nasenspray. Triptane lindern neben den Schmerzen auch Lichtempfindlichkeit und Übelkeit. Als Migränetabletten sind sie teils rezeptfrei, für die meisten Präparate ist jedoch eine ärztliche Verschreibung nötig.

Schmerz- und Migränetabletten wirken besser, wenn ihre Einnahme möglichst früh im Migräneanfall erfolgt. Aber Achtung: Wer Migräne mit Aura hat und zur Behandlung ein Triptan einnehmen möchte, sollte damit warten, bis die Aura vorbei ist und die Kopfschmerzen eingesetzt haben.

Manchmal verlaufen Migräneanfälle so stark, dass eine Behandlung durch eine Notärztin oder einen Notarzt oder auch in einer Klinikambulanz erforderlich sein kann. Dabei lassen sich die Medikamente gegen die Migräne per Spritze in eine Vene verabreichen.

Ein zu hoher Verbrauch an Schmerz- und Migränetabletten kann dazu führen, dass sich die Kopfschmerzen langfristig verstärken. Fachleute empfehlen daher, an höchstens zehn Tagen im Monat Migräne damit zu behandeln. Wenn Ihnen das nicht ausreicht, um schmerzfrei zu sein, lassen Sie sich am besten ärztlich beraten.

Wer im Internet nach Möglichkeiten sucht, Migräne zu behandeln, stößt schnell auf Informationen und Erfahrungsberichte zum Thema Ohrpiercings. Danach soll sich Migräne vor allem durch ein bestimmtes Piercing im Ohr bessern lassen: das sogenannte Daith-Piercing, das durch die Knorpelfalte über dem Gehörgang gestochen wird.

Das Daith-Piercing sitzt an einer Stelle, die als Akupunkturpunkt zur Migränebehandlung dient. Doch während bisherige Forschungen zeigen, dass durch Akupunktur Migräne weniger schmerzhaft und seltener sein kann als ohne Therapie, gibt es noch keine wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit von Ohrpiercings.

Zudem ist das Daith-Piercing mit gesundheitlichen Risiken verbunden: Verglichen mit Piercings in gut durchblutetem Gewebe wie dem Ohrläppchen kommt es beim Durchstechen des Ohrknorpels deutlich eher zu Entzündungen oder Problemen bei der Wundheilung. Daher raten Fachleute dringend davon ab, sich gegen Migräne ein Piercing stechen zu lassen.

Bei Migräne zielt die Behandlung nicht nur darauf ab, akute Beschwerden zu lindern. Gerade bei häufigen und schweren Migräneanfällen, die sich kaum lindern lassen, sind auch vorbeugende Maßnahmen ratsam.

In bestimmten Fällen – etwa bei Menschen, die drei oder mehr Anfälle pro Monat haben – kann eine solche Migräneprophylaxe eine Dauerbehandlung mit Medikamenten umfassen. Dazu eignen sich unterschiedliche Wirkstoffe: unter anderem Betablocker (wie Metoprolol und Propranolol), der Calciumkanalblocker Flunarizin, krampflösende Mittel (wie Topiramat und Valproinsäure) oder das Antidepressivum Amitriptylin sowie das auch als Mittel gegen Falten bekannte Botulinumtoxin A („Botox“) gegen chronische Migräne.

Der wichtigste Beitrag zur Migräneprophylaxe ist aber das, was Betroffene selbst tun können: nämlich die individuellen Auslöser (Trigger) der Migräneanfälle erkennen und vermeiden. Wer Migräne allgemein vorbeugen möchte, sollte vor allem auf eine gesunde Lebensweise achten. Also etwa Stress gut bewältigen, regelmäßig essen und sich ausreichend bewegen. Hilfreich sind dabei Ausdauersport, Entspannungsmethoden, Biofeedbackverfahren sowie kognitive Verhaltenstherapie.

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