„Pragmatische Lösung“

Eisbach-Surfer wollen keine weitere Eskalation

29.12.2025 – 09:27 UhrLesedauer: 2 Min.

Surfer auf dem Münchner Eisbach (Archivbild): Unbekannte hatten die Welle über Weihnachten mit einer illegalen Rampe wiederbelebt. (Quelle: IMAGO/Wolfgang Maria Weber)

Die Eisbach-Surfer suchen nach einer legalen Lösung für die Rettung der verschwundenen Welle. Man hofft auf zeitnahe Gespräche mit den politisch Verantwortlichen.

Die Feuerwehr hat am Wochenende eine illegal errichtete Rampe an der Eisbachwelle in München entfernt. Dieser Vorfall markiert einen neuen Höhepunkt im Konflikt um den bekannten Surfspot. Die Interessengemeinschaft Surfen München (IGSM) strebt nun eine „pragmatische Lösung“ für die Eisbachwelle an, wie sie mitteilte. „Die IGSM ist an keiner weiteren Eskalation der Situation interessiert“, erklärte die Organisation.

Die weltberühmte Eisbachwelle war im Oktober verschwunden. Zuvor war nach Angaben des städtischen Baureferats unter anderem das Bachbett von Unrat und Sedimenten befreit worden. Seitdem baut sich die Welle nicht mehr wie gewohnt auf. Die Eisbach-Surfer hatten versucht, die Welle zu retten, den Versuch aber aus Frust über die Auflagen der Stadt abgebrochen.

Zuletzt hatten Unbekannte rund um Weihnachten eine illegale Rampe in den Eisbach eingesetzt und dadurch das Surfen wieder möglich gemacht. „Es wäre schön gewesen, wenn die Stadt hier kulanter gewesen wäre und diesen Zustand toleriert hätte“, teilte die IGSM mit. Nach den letzten Gesprächen mit der Stadtverwaltung sei aber auch klar gewesen, dass dies nicht besonders wahrscheinlich sei.

Die Interessengemeinschaft plant nun, einen ähnlichen Einbau wie die entfernte Rampe offiziell genehmigen zu lassen. „Aus unserer Sicht sollten weniger restriktive Auflagen gelten, da es sich um einen zeitlich begrenzten, wissenschaftlich begleiteten Versuch handelt und nicht um einen dauerhaften Einbau“, teilte die IGSM mit. Man sei aber auch für alternative Vorschläge der Stadtverwaltung offen und wünsche sich zeitnahe Gespräche mit den politisch Verantwortlichen.

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