Studie zur Vorsorge
Wer den ersten Termin versäumt, stirbt eher an Brustkrebs
30.09.2025 – 10:27 UhrLesedauer: 2 Min.
Viele Frauen empfinden die Mammografie als unangenehm und lassen die Untersuchung deshalb ausfallen. Eine neue Studie zeigt jedoch: Wer die erste Einladung ignoriert, riskiert sein Leben.
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Eine Mammografie kann Tumore schon sichtbar machen, bevor sie Beschwerden verursachen – und damit Leben retten. Dennoch verzichten viele auf den Termin, sei es aus Angst, Unsicherheit oder weil die Untersuchung als unangenehm empfunden wird.
Eine neue Auswertung von Registerdaten aus Schweden belegt nun: Wer den ersten Screening-Termin nicht wahrnimmt, lässt sich auch in den Folgejahren seltener untersuchen und hat folglich ein deutlich erhöhtes Sterberisiko.
Das Forschungsteam um Ziyan Ma vom Karolinska-Institut in Stockholm wertete Daten von zehntausenden Frauen über 25 Jahre aus. Das Ergebnis:
Von den Teilnehmerinnen starben in den Folgejahren 7 von 1.000 Frauen an Brustkrebs. Unter den Frauen ohne erste Teilnahme waren es 9,9 von 1.000 – ein Plus von 40 Prozent.
Die Analyse zeigt auch: Frauen, die nicht zum Screening gingen, erhielten ihre Diagnose oft erst, wenn der Tumor bereits Beschwerden machte. Ihre Krebserkrankungen waren bei der Entdeckung häufiger fortgeschritten:
Damit verschlechtern sich Heilungschancen und Behandlungsmöglichkeiten erheblich.
Bemerkenswert ist: Frauen ohne Screening-Teilnahme starben auch häufiger an anderen Krankheiten. Das deutet laut Studienautoren darauf hin, dass mangelnde Gesundheitsvorsorge insgesamt ein Risikofaktor sein kann.
Die Forscher betonen: Den ersten Screening-Termin wahrzunehmen, ist entscheidend. Denn wer von Anfang an dabei ist, bleibt erfahrungsgemäß zuverlässiger beim Programm. Und das senkt nachweislich das Risiko, an Brustkrebs zu sterben.
