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Finanzen

Studie zeigt, warum 83 Prozent trotzdem bleiben

wochentlich.deBy wochentlich.de3 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Studie zeigt, warum 83 Prozent trotzdem bleiben
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Zusatzbeiträge

Hunderte Euro: Dieses Sparpotenzial bleibt häufig ungenutzt


03.07.2026 – 11:11 UhrLesedauer: 3 Min.

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Frau nimmt Geld aus einem Portemonnaie: Mit dem Wechsel zu einer günstigen Krankenkasse können Versicherte Hunderte Euro im Jahr sparen. (Quelle: IMAGO/Fotostand / K. Schmitt/imago)

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Krankenkassen unterscheiden sich im Hinblick auf den Zusatzbeitrag enorm, dennoch wechselt nur eine Minderheit die Kasse. Eine neue Untersuchung zeigt die Gründe.

Die gesetzliche Krankenversicherung ist für die meisten Menschen in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden. Zahlreiche Krankenkassen haben zuletzt ihre Zusatzbeiträge angehoben – das bekommen die Versicherten auch auf ihrem Lohnzettel zu spüren. Doch zwischen den Krankenkassen gibt es im Hinblick auf den Zusatzbeitrag große Unterschiede. Ein Wechsel kann sich folglich lohnen.

Nur: Ein Großteil der Versicherten hierzulande erweist sich als Wechsel-Muffel, die ihrer Krankenkasse treu bleiben. Das zeigt die Studie „GKV-Check“ der Unternehmensberatung McKinsey.

Großteil bleibt Krankenkasse treu

Von insgesamt 3.600 befragten GKV-Versicherten erklärten 83 Prozent, in den vergangenen fünf Jahren ihre Krankenkasse nicht gewechselt zu haben. Das heißt im Umkehrschluss: Nur 17 Prozent wechselten in den zurückliegenden fünf Jahren ein- oder mehrmalig ihre Krankenkasse.

In den kommenden zwölf Monaten planen zudem weitere zehn Prozent einen Wechsel. Damit sinkt die Wechselbereitschaft weiter. Im Jahr 2020 hatten noch 13,3 Prozent der Befragten einen Kassenwechsel in Betracht gezogen, im Jahr 2023 waren es noch 12,4 Prozent.

  • Gesetzliche Krankenversicherung: Krankenkasse senkt den Zusatzbeitrag deutlich
  • Ausgaben steigen schneller als Einnahmen: Krankenkassen: Weitere Beitragserhöhungen drohen

Die Studie zeigt: Die Idee der freien Krankenkassenwahl – 1996 gesetzlich verankert – findet bei den Versicherten wenig Anklang, ein Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Kassen findet kaum statt.

Großes Sparpotenzial

Dabei ist das Sparpotenzial groß. Während der Zusatzbeitrag bei der Tui BKK 2,5 Prozent beträgt, verlangt die BKK 24 einen Zusatzbeitrag von derzeit 4,39 Prozent. Regional geöffnete Kassen wie die BKK Firmus liegen mit ihrem Zusatzbeitrag sogar noch niedriger. Finanziert wird dieser paritätisch, je zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

Monatliches Bruttogehalt Beitrag inkl. Zusatzbeitrag von 2,5 % (gesamt/ Arbeitnehmeranteil) Beitrag inkl. Zusatzbeitrag von 4,39 % (gesamt/ Arbeitnehmeranteil)
3.000 513 (256,5) Euro 569,7 (284,8) Euro
4.000 684 (342) Euro 759,6 (379,8) Euro
5.000 855 (427,5) Euro 949,5 (474,7) Euro

Ein Wechsel zu einer günstigen Krankenkasse kann für Versicherte eine Ersparnis von mehreren Hundert Euro im Jahr bringen. Allerdings kennen viele Versicherte ihren Zusatzbeitrag nicht: 40 Prozent der Befragten gaben sich ahnungslos. Zudem gingen viele Versicherte fälschlicherweise davon aus, dass ihnen die Treue zu ihrer Krankenkasse Vorteile verschaffe, betont der Gesundheitsökonom David Matusiewicz im „Handelsblatt“.

Für diejenigen, die ihre Krankenkasse jedoch gewechselt haben, ist der Preis das entscheidende Kriterium: 57 Prozent begründeten ihren Wechsel mit dem Zusatzbeitrag. Vor allem Berufsanfänger zeigen sich besonders wechselwillig. Laut McKinsey ist der typische Wechsler zwischen 18 und 34 Jahren alt, ältere Jahrgänge tun sich mit einem Wechsel offenbar ungleich schwerer.

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