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You are at:Home»Gesundheit»Studie zeigt stärkeren Effekt als 90 Minuten Radfahren
Gesundheit

Studie zeigt stärkeren Effekt als 90 Minuten Radfahren

wochentlich.deBy wochentlich.de15 August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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US-Studie

Kurz sprinten könnte mehr bewirken als länger joggen


15.08.2026 – 09:29 UhrLesedauer: 2 Min.

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Lauftraining: Wer sich bewegt, regt zahlreiche Vorgänge und Funktionen im Körper an. (Quelle: Tempura/getty-images-bilder)

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Bewegung tut dem Körper gut. Wie sie sich gesundheitlich auswirkt, hängt wohl unter anderem von ihrer Intensität ab. Das zeigt auch eine neue Studie.

Ein dreiminütiges Sprint-Intervalltraining kann offenbar etwas bewirken, was ein 90-minütiges moderates Training nicht vermag: Ein Forschungsteam der Rockefeller University in New York hat beim Vergleich verschiedener Trainingsintensitäten festgestellt, dass kurze, intensive Sprints zahlreiche Stoffe im Blut markant verändern – darunter wichtige Proteine (Eiweiße).

Gut zu wissen

Eine Aufgabe des Blutes besteht darin, verschiedene Stoffe im Körper an ihre Zielorte zu transportieren. Diese Stoffe sind im flüssigen Blutbestandteil gelöst: dem Blutplasma. Den größten Anteil an den gelösten Stoffen machen Proteine aus; hinzu kommen unter anderem Elektrolyte, Hormone, Vitamine und Nährstoffe wie Glukose und Aminosäuren.

Sprints haben den mit Abstand stärksten Effekt

Für die Studie analysierte das Forschungsteam Blutproben, die jeweils vor, direkt nach und drei Stunden nach dem Training entnommen worden waren. Die Analyse ergab: Direkt nach dem Sprint-Intervalltraining, das aus sechs 30-sekündigen Sprints mit maximaler Anstrengung bestand, hatte sich fast ein Viertel der untersuchten Plasmaproteine verändert. Hingegen beeinflussten 90 Minuten Radfahren bei moderater Belastung weniger als 0,25 Prozent der Proteine. Moderates Training auf dem Laufband veränderte zwar mehr Proteine als Radfahren, aber deutlich weniger als die Sprints.

Das Sprinttraining löste Veränderungen bei mehr als 200 Stoffwechselprodukten aus. Zudem führte es zu einem sofortigen Anstieg von Proteinen, die an der Bildung neuer Blutgefäße, am Umbau von Gewebe und an der hormonellen Signalübertragung beteiligt sind. Einige davon gelangten offenbar besonders schnell in den Blutkreislauf: Sie wurden nicht erst neu hergestellt und ausgeschüttet, sondern von der Zelloberfläche (wo sie bereits vorhanden waren) abgespalten und direkt in den Blutkreislauf freigesetzt.

Fettzellen reagieren auf die Veränderungen

Das Forschungsteam untersuchte auch, wie die Blutproben auf menschliche Fettzellen wirken. Das Ergebnis: Nach einem Sprint entnommenes Blut veränderte deren Genaktivität deutlich. Damit veränderte sich auch, wie die Fettzellen Energiequellen verarbeiten, auf Hormone reagieren und die Verfügbarkeit von Nährstoffen wahrnehmen.

Möglicher Zusammenhang mit geringerem Krankheitsrisiko

Schließlich verglich das Forschungsteam die trainingsabhängigen Veränderungen der Plasmaproteine mit Gesundheitsdaten von mehr als 53.000 Menschen aus der UK Biobank. Dabei zeigte sich, dass viele dieser Proteine mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen verbunden waren.

Besonders deutlich war der Zusammenhang bei Adipositas, Typ-2-Diabetes und anderen Stoffwechselstörungen: Von 33 Proteinen, die mit einem geringeren Erkrankungsrisiko verbunden waren, wurden 32 durch das Sprinttraining verändert, aber nur drei durch moderates Training. Mehr als ein Viertel dieser Proteine stand außerdem mit einer langsameren biologischen Alterung in Verbindung.

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