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Politik

Studie: Großer Rückhalt für Demokratie

wochentlich.deBy wochentlich.de4 Mai 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Studie: Großer Rückhalt für Demokratie
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„Demokratiemonitor 2026“

Studie: Großer Rückhalt für Demokratie – trotz Schwächen

Aktualisiert am 04.05.2026 – 12:01 UhrLesedauer: 3 Min.

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Wie steht es um die Demokratie in Deutschland? Der „Demokratiemonitor 2026“ gibt Antworten. (Symbolbild) (Quelle: Soeren Stache/dpa/dpa-bilder)

Über Politik wird viel Verdruss laut, manchmal auch Sorge über die Stabilität des demokratischen Systems. Eine großangelegte Befragung kommt zu dem Schluss: Es gibt keinen Grund für Alarmismus.

Die Demokratie hat einer Studie zufolge in Deutschland breiten Rückhalt, auch wenn viele Bürgerinnen und Bürger in der Praxis Schwächen sehen. Dies geht aus dem „Demokratiemonitor 2026“ der Bertelsmann Stiftung hervor, den Studienautor Robert Vehrkamp in Berlin vorstellte.

82 Prozent von etwa 5.000 Befragten standen überdurchschnittlich positiv zu den Werten der liberalen Demokratie. „Das ist ein enorm hoher Wert“, sagte Vehrkamp. Neun von zehn Befragten standen hinter dem Prinzip von Wahlen. Bei weiteren wichtigen Pfeilern der Demokratie wie Parlament, Regierung, Gewaltenteilung oder Bürgerrechten waren es jeweils gut acht von zehn. Auch Parteien fanden bei 77 Prozent der Befragten Unterstützung.

Deutlich anders sieht es laut Studie aber aus, wenn nach dem Funktionieren der Demokratie gefragt wird, der sogenannten Performanz. Da lag der Durchschnittswert bei nur 29 Prozent, wie Vehrkamp sagte.

Auch hier schneiden die Wahlen am besten ab: 65 Prozent der Befragten sind auch mit der Praxis zufrieden. Dass Bürgerrechte gut umgesetzt sind, sagten aber nur 35 Prozent, bei der Gewaltenteilung waren es 34 Prozent, beim Parlament 31 Prozent. Die Parteien in der Praxis kommen auf nur 17 Prozent. In all diesen Kategorien waren die Werte allerdings besser als 2019. Das größte Plus, nämlich jeweils fünf Punkte, verbuchten Parlament und Parteien.

Aus den Ergebnissen schließen Vehrkamp und Co-Autor Michael Koß, dass Kritik an Schwächen der Demokratie deren grundsätzliche Akzeptanz nicht untergräbt. „Die meisten Menschen in Deutschland schätzen die Demokratie auch dann, wenn sie in der Praxis nicht perfekt funktioniert.“ Die Wahrnehmung von Defiziten sei kein Grund für Alarmismus, heißt es in der Studie.

„Zu einem Problem werden geringe Zufriedenheitswerte erst dann, wenn sie auch die Legitimität der Demokratie als solcher beschädigen“, erläuterte Vehrkamp. „Das ist aber nach den Ergebnissen unserer Studie in Deutschland noch nicht einmal ansatzweise der Fall.“

Anstrengungen für ein besseres Funktionieren der Demokratie seien trotzdem keinesfalls überflüssig – die Ergebnisse seien kein „demokratiepolitisches Ruhekissen“, schreiben die Autoren. „Aber als Zeichen für die Stabilität und Resilienz unserer Demokratie sollten sie auch nicht übersehen, unterschätzt oder kleingeredet werden.“

Für den „Demokratiemonitor 2026“ wurden nach Angaben der Autoren zwischen 2019 und 2025 sechsmal jeweils mehr als 5.000 Menschen befragt. Mit 72 Fragen wurden acht Kategorien auf die grundsätzliche Unterstützung sowie auf die Zufriedenheit mit der Praxis abgeklopft: Wahlen, Öffentlichkeit – gemeint sind vor allem Meinungs- und Pressefreiheit -, Parlament, Regierung, Gewaltenteilung, Bürgerrechte, Partizipation – gemeint ist politisches Engagement jenseits von Wahlen – und Parteien.

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