Staatsschutz prüft Echtheit
Stromausfall: Bekennerschreiben aufgetaucht
03.01.2026 – 17:19 UhrLesedauer: 1 Min.
Zehntausende Menschen sind in Berlin von einem Stromausfall betroffen. Offenbar wurde dieser mit Absicht ausgelöst.
Ein großer Stromausfall hat am Samstag zahlreiche Haushalte im Berliner Südwesten von der Energieversorgung abgeschnitten. Die Polizei geht von Sabotage aus.
Dem Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamtes liegt nun ein entsprechendes Bekennerschreiben vor, wie die Polizei am Samstagnachmittag auf der Plattform X mitteilte. „Unsere Kolleginnen und Kollegen prüfen derzeit die Authentizität dieses Schreibens“, hieß es dort.
Der Strom war am frühen Samstagmorgen in den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde ausgefallen. 45.400 Haushalte und 2.200 Gewerbebetriebe waren laut Stromnetz Berlin betroffen. Ursache war ein Brand an einem Häuschen, zu dem vom Kraftwerk Lichterfelde aus eine Kabelbrücke mit Stromleitungen führte.
Durch den Brand seien mehrere Hochspannungskabel beschädigt worden. Das Häuschen wurde mutmaßlich angezündet; Kriminaltechniker untersuchten es am Samstag weiter. Stromnetz Berlin teilte derweil mit, dass die Stromversorgung für Lichterfelde voraussichtlich am späten Samstagabend wieder sichergestellt sein dürfte. Die weiteren betroffenen Stadtteile müssten sich bis Donnerstagnachmittag gedulden.
Bereits im September des vergangenen Jahres hatte es einen großen Stromausfall in Berlin gegeben, damals in Treptow-Köpenick. Er war Folge eines gezielten Brandanschlags auf ebenfalls oberirdisch verlegte Starkstromkabel durch Linksextremisten, die im Internet ein langes Bekennerschreiben veröffentlichten. Die Polizei stufte dieses als authentisch ein.
