Gebäude-Einsturz droht
Umzug von Kult-Auto verzögert sich – Künstler empört
Aktualisiert am 30.04.2026 – 10:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Wieder Streit um ein Kölner Kult-Kunstwerk: Rechtliche Fragen verzögern den Umzug des „Goldenen Vogels“. HA Schult reagiert entschieden.
Der geplante Umzug von HA Schults Flügelauto verzögert sich – was den bekannten Kölner Aktionskünstler stört. Das Kunstwerk soll in den kommenden Wochen vom Treppenturm des Kölner Zeughauses auf einen Turm des Hotel Maritim am Heumarkt wechseln – frühestens ab dem 18. Mai, wie die Stadt Köln mitteilt. Ursprünglich hatte Schult jedoch den 25. April anvisiert.
HA Schult äußerte sich am Donnerstag auf Anfrage der Kölner Lokalredaktion von t-online – und das scheinbar etwas verärgert: „Die Wartung der Skulptur lag 35 Jahre ausschließlich bei Ford und mir. Nur bei der Nutzung der Skulptur für ihre Tourismuswerbung war die Stadt Köln aktiv.“
Derzeit arbeite man mit dem Betreiber des Maritim an den Planungen für die Errichtung des „Goldenen Vogels“ am Maritim. Schult warnt: „Sollte die Stadt, bis jetzt nur vertreten durch den derzeitigen Direktor des Kölnischen Stadtmuseums, den Umzug weiter verzögern, wird sie die Skulptur, wie den Turm des historischen Zeughauses dem Verfall überlassen.“
Die Stadtverwaltung habe sein Kunstwerk in den letzten Jahren schlicht „verrotten“ lassen, so Schult. Sollte der Wagen nicht bald vom Zeughaus entfernt werden, müsse er wohl ein neues Kunstwerk für das Maritim anfertigen. Die Kölner Stadtverwaltung bestätige t-online am Donnerstag, dass das Kunstwerk erst nach dem 18. Mai vom Zeughaus entfernt werden könnte – wie mit der Pflege des Werks umzugehen sei, könne man derzeit noch nicht sagen.
