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Steuererklärung mit KI soll verboten werden

wochentlich.deBy wochentlich.de7 Mai 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Steuererklärung mit KI soll verboten werden
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Klage gegen KI-Tool

Jobangst bei Steuerberatern


Aktualisiert am 07.05.2026 – 12:30 UhrLesedauer: 2 Min.

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Eine Frau rechnet am Handy (Symbolbild): Gegen einen KI-Steuerberater wird Klage erhoben. (Quelle: urbazon/getty-images-bilder)

Die Steuerberaterkammer stört sich an einer neuen Dienstleistung eines belgischen Start-ups. Sie bietet eine Steuerberatung mit KI an.

Die Steuererklärung kann als Last empfunden werden, vor allem, wenn man nicht angestellt ist und somit nicht in den Genuss der automatischen Datenerfassung kommt. Vor allem für Selbstständige klingt es daher verlockend, moderne Tools und Künstliche Intelligenz einzusetzen, um die Steuererklärung zu machen.

Die Steuerberaterkammer sieht das allerdings ganz anders. Sie hat Klage gegen den „KI-Steuerberater“ des belgischen Start-ups accountable.de eingereicht. Sie sieht darin einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht. Zudem werde die geschützte Berufsbezeichnung „Steuerberater“ ohne Berechtigung verwendet.

Accountable weist die Vorwürfe zurück und will sich vor Gericht verteidigen. „Wir haben eine Technologie entwickelt, die sich gezielt an Solo-Selbstständige richtet, die aufgrund des Steuerberater-Mangels in Deutschland heute oft gar keinen Zugang zu klassischer Steuerberatung haben oder sich diese schlicht nicht leisten können“, schreibt Tino Keller, Mitgründer des Unternehmens, in einer Mitteilung. „Dass ausgerechnet in diesem Bereich nun versucht wird, neue Lösungen regulatorisch zu blockieren, halten wir für ein falsches Signal. Innovation sollte man nicht verbieten.“

Die Steuerberaterkammer schreibt in der Klageschrift, aus der die „Berliner Morgenpost“ zitiert, dass Verbraucher mit der Bezeichnung „KI-Steuerberater“ in die Irre geführt würden. Denn dadurch wirke das Produkt so, als sei es genauso gut wie ein qualifizierter Steuerberater. Mit der Klage will die Kammer das Produkt in seiner aktuellen Form verbieten.

Tino Keller sagt, mit diesem Rechtsstreit solle eine Grundsatzentscheidung über die Verwendung von KI-Lösungen in regulierten Berufen getroffen werden. Accountable sei davon überzeugt, „dass unsere Lösung keine Rechtsvorschriften verletzt, weil sie sich klar von der klassischen Steuerberatung abgrenzt und für Nutzer jederzeit transparent macht, was sie ist und was nicht.“

Der KI-Steuerberater funktioniert nach Angaben auf der Webseite des Unternehmens wie ein Chatbot, also ähnlich wie ChatGPT oder Perplexity. Der Kunde kann Fragen zu Steuerthemen stellen, die das Tool dann beantwortet. Das Produkt gibt es in dem Paket „Steuern“ des Unternehmens, das monatlich regulär 29,90 Euro kostet.

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