Weichenstörung im Revier
Bahnverkehr im Ruhrgebiet lahmgelegt
31.10.2026 – 13:52 UhrLesedauer: 1 Min.
Chaos auf der Schiene im Ruhrgebiet: Eine Stellwerksstörung führt zu Ausfällen, Umleitungen und Schienenersatzverkehr. Alles Wichtige auf einen Blick.
Seit Samstagmorgen blockiert eine technische Störung die zentrale Verkehrsachse des Ruhrgebiets. Aufgrund eines defekten Stellwerks zwischen Duisburg und Essen kommt es im Nah- und Fernverkehr zu massiven Zugausfällen und Umleitungen. Wann die Techniker den Fehler beheben können, ist derzeit noch unklar.
Das Nadelöhr im Westen trifft viele Reisende am Wochenende empfindlich. Laut der Deutschen Bahn und dem Portal Zuginfo NRW müssen Fahrgäste im Fernverkehr mit Verspätungen von 10 bis 30 Minuten rechnen. Zudem fallen für viele ICE-Züge die Halte in Duisburg, Essen und Bochum komplett aus. Das gilt allerdings nur für die Fahrtrichtung Essen. Wer im ICE oder im Nachtzug in Richtung Amsterdam oder Duisburg reist, kommt planmäßig durch.
Regionalverkehr: Bahnen enden vorzeitig
Im Regionalverkehr erzwingt der Ausfall weitreichende Notfahrpläne.
- Umleitungen: Die Expresslinien RE1 und RE6 umfahren das betroffene Gebiet zwischen Duisburg und Dortmund. Sie weichen über Essen-Altenessen und Gelsenkirchen aus. Die Gegenrichtung nach Düsseldorf bleibt auf der Stammstrecke.
- Vorzeitige Stopps: Der RE5 aus Koblenz endet bereits im Duisburger Hauptbahnhof und fährt nicht bis nach Wesel. Züge der Linie RE11 aus Hamm wenden vorzeitig in Essen, sodass die Verbindung nach Düsseldorf entfällt.
- Schienenersatzverkehr: Auf den S-Bahn-Linien S1, S3 und S9 müssen Fahrgäste auf den Kernabschnitten in Busse umsteigen.
Lediglich die Regionalbahnen RE2 und RE42 kommen ohne Einschränkungen durch und nutzen ihre normalen Trassen. Die Bahn bittet alle Kunden, sich vor Fahrtantritt über die Website, die App DB Navigator oder telefonisch unter 030/2970 zu informieren.