„Da muss ich so aufpassen“
Rauswurf als Sport-Boss: Handball-Legende wird emotional
20.08.2026 – 15:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Stefan Kretzschmar hat erneut über seinen Rauswurf bei den Füchsen Berlin gesprochen. Dabei zeigte er sich wiederholt emotional.
Fast ein Jahr ist es her, dass die Füchse Berlin nicht nur ihren Trainer Jaron Siewert, sondern auch Sportvorstand Stefan Kretzschmar völlig überraschend entlassen haben. Gemeinsam hatten sie den Verein zuvor zu seiner ersten Meisterschaft geführt. Für viele war die Entscheidung der Freistellung umso unverständlicher. In einer neuen Handball-Doku äußerte sich nun insbesondere Kretzschmar über die damalige Situation.
Zwischen der Aufnahme der Doku-Serie „Grip of Glory“ vom Sportsender Dyn und der ARD und dem Personalbeben im Berliner Handball liegen zwar sechs Monate – die Gemüter scheinen sich jedoch noch nicht vollends abgekühlt zu haben. „Da muss ich so aufpassen, was ich jetzt öffentlich sage, weil die Antwort wäre zu brutal“, erklärte Stefan Kretzschmar angesprochen auf die Entlassungen im Verein.
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„Was ist der Plan B“
„Die ehrliche Antwort wäre persönlich, die wäre nicht auf rationalem Niveau“, führte Kretzschmar vor der Kamera weiter aus. Rein aus leistungssportlicher Sicht könne er die Entscheidung der Entlassung nicht nachvollziehen: „Meine Logik im Leistungssport ist, reite die Welle, so lange du kannst. Wenn du nicht mehr erfolgreich bist, dann musst du dir überlegen, was ist die Alternative, was ist der Plan B.“
Hanning, der als Verursacher der Personalentscheidungen rund um Stefan Kretzschmar gilt, steht selbst bis heute hinter seiner viel diskutierten Entscheidung und beschreibt sie ebenso als alternativlos für den Verein. „Sie war für mich brutal, grausam, für mich Anfeindung, aber dafür werde ich auch bezahlt und es gab genügend Gründe, dies zu tun“, argumentiert der 58-Jährige.
Immerhin hat er mit Nicolej Krickau eine würdige Nachfolge für Trainer Jaron Siewert gefunden: Unter dem Dänen gewannen die Füchse Berlin in der letzten Saison den DHB-Pokal und zogen in das Champions-League-Finale ein.
