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Politik

Stauffenberg-Gedenken: Bonhoeffer-Verwandter will AfD-Kranz entfernen

wochentlich.deBy wochentlich.de20 Juli 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Stauffenberg-Gedenken: Bonhoeffer-Verwandter will AfD-Kranz entfernen
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Erinnerung an 20. Juli 1944

Eklat bei Stauffenberg-Gedenken

Aktualisiert am 20.07.2026 – 14:18 UhrLesedauer: 2 Min.

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Handgemenge in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand: Tobias Korenke (Mitte) versuchte vor einer Gedenkveranstaltung der Bundesregierung, einen Kranz der AfD zu entfernen. (Quelle: Sebastian Christoph Gollnow/dpa/dpa-bilder)

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Ein Kranz der AfD sorgt beim Gedenken an das gescheiterte Hitler-Attentat für Emotionen. Ein Verwandter des Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer versucht ihn zu entfernen. Es kommt zum Handgemenge.

Bei der Gedenkveranstaltung der Bundesregierung zum Jahrestag des gescheiterten Stauffenberg-Attentats auf Adolf Hitler ist es zu einem Eklat wegen eines Kranzes gekommen. Ein Großneffe des evangelischen Theologen und NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer, Tobias Korenke, versuchte ein Gebinde der AfD-Bundestagsfraktion an der Gedenkstätte im Bendlerblock in Berlin zu entfernen, wie ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur schilderte. Sicherheitsmitarbeiter gingen dazwischen. Bei dem Handgemenge wurde der Kranz beschädigt.

Korenke sagte der dpa: „Viele Nachkommen und dazu gehöre auch ich, empfinden eine wirklich große Wut, wenn wir sehen, dass die AfD hier Kränze ablegt. Das werden wir hier nicht akzeptieren.“

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Ein Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion bestätigte, dass diese einen Kranz für die Gedenkstunde bereitgestellt hatte. Ob auch Fraktionsmitglieder anwesend gewesen seien, könne er nicht abschließend sagen. Der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Geschichte der Fraktion, Götz Frömming, sagte, die Fraktion werde zu diesen offiziellen Gedenkfeiern als im Bundestag vertretene Partei eingeladen.

Emotionale Rede von Familienministerin Prien

Die Hauptrede der Gedenkveranstaltung hielt in diesem Jahr Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU). Sie stehe hier auch als „Bürgerin und als Nachfahrin von Opfern und Überlebenden der Shoah“, sagte sie. Die CDU-Politikerin berichtete davon, dass ihre Urgroßmutter im NS-Vernichtungslager Sobibor ermordet wurde.

Nationaler Gedenktag an den WiderstandVergrößern des Bildes
Bundesfamilienministerin Karin Prien: Die CDU-Politikerin spricht in ihrer Rede anlässlich des gescheiterten Hitler-Attentats auch über ihre Familiengeschichte. (Quelle: Sebastian Christoph Gollnow/dpa/dpa-bilder)

Der Widerstand des 20. Juli und anderer Gruppen erinnere daran, dass Demokratie nicht allein durch Institutionen gestützt werde. „Sie lebt von einer Ethik der bürgerlichen Verantwortung – von Menschen, die bereit sind, Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen, auch wenn dies unbequem ist.“ Verantwortung beginne aus einer Haltung heraus, sagte Prien. Man dürfe nicht zulassen, dass Menschen sich von der Demokratie abwendeten.

„Menschen werden nicht als Helden geboren“

„Die Geschichte des Widerstands zeigt uns, Menschen werden nicht als Helden geboren, sie lernen Verantwortung zu übernehmen, lange bevor Freiheit und Menschenwürde auf dem Spiel steht“, sagte die CDU-Politikerin. „Die Freiheit von morgen entscheidet sich in unserem Handeln heute.“

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