Das müssen Urlauber wissen
Stau? Italien zahlt bald die Maut zurück – in bestimmten Fällen
Aktualisiert am 28.05.2026 – 09:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Wer auf Italiens Autobahnen wegen Baustellen Zeit verliert, könnte bald Geld zurückerhalten. Die neue Regel gilt aber nicht für jeden Fall.
Wer mit dem Auto nach Italien fährt, kennt das Problem: lange Baustellen, stockender Verkehr – und trotzdem hohe Mautgebühren. Künftig sollen Autofahrer in bestimmten Fällen zumindest einen Teil ihres Geldes zurückbekommen.
Ab dem 1. Juni 2026 müssen Betreiber italienischer Autobahnen bei längeren Baustellen-Staus unter bestimmten Voraussetzungen Mautgebühren erstatten. Das sieht eine neue Regelung der italienischen Verkehrsbehörde ART vor. Zunächst gilt sie allerdings nur auf Strecken, die vollständig von einem einzigen Betreiber verwaltet werden.
Ab wann gibt es Mautgebühren zurück?
Nach Angaben des ADAC entsteht ein Anspruch auf Erstattung bereits bei zehn Minuten Zeitverlust auf Strecken bis 50 Kilometer. Auf längeren Abschnitten reichen 15 Minuten Verzögerung aus. Wer wegen einer Baustelle mindestens drei Stunden im Stau steht, soll sogar die komplette Maut zurückbekommen können.
Die Regelung greift allerdings nicht bei jedem Stau. Ausgenommen sind unter anderem Unfälle, wetterbedingte Störungen sowie sogenannte Notfall-Baustellen.
Das müssen Italien-Urlauber wissen
Für viele Urlauber aus Deutschland dürfte die Neuerung dennoch interessant sein. Gerade auf den wichtigen Nord-Süd-Verbindungen Richtung Adria, Toskana oder Gardasee kommt es in den Sommermonaten regelmäßig zu langen Verzögerungen.
Wichtig allerdings: Für registrierte Nutzerinnen und Nutzer der Plattform autostrade.it samt zugehöriger App soll es laut Planungen das Geld automatisch zurückgeben. Urlauber ohne diese App müssen selbst aktiv werden und Rückzahlungen von Mautbeträgen via Hotline oder E-Mail einreichen. Wer regelmäßig auf italienischen Autobahnen unterwegs ist, sollte sich am besten registrieren.
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Ab Dezember 2026 soll die Regelung auch auf Autobahnabschnitte ausgeweitet werden, die von mehreren Betreibern verwaltet werden.
Modernisierung des Mautsystems geplant
Italien arbeitet zudem an einer größeren Reform seines Mautsystems. Nach Plänen der Verkehrsbehörde sollen die Gebühren künftig transparenter berechnet werden. Diskutiert wird auch ein dynamisches Modell, bei dem Faktoren wie Verkehrsaufkommen, Tageszeit oder Umweltklasse des Fahrzeugs Einfluss auf den Preis haben könnten.
