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Unterhaltung

Startliste – Sarah Engels bekommt eine verfluchte Position

wochentlich.deBy wochentlich.de16 Mai 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Startliste – Sarah Engels bekommt eine verfluchte Position
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Undankbare Startbedingungen beim ESC

Deutschland muss bangen


Aktualisiert am 16.05.2026 – 16:02 UhrLesedauer: 4 Min.

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Sarah Engels: Sie singt ihren Song „Fire“ beim ESC. (Quelle: IMAGO/Julian Sindric)

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Der ORF und die Europäische Rundfunkunion (EBU) haben die Startreihenfolge für das ESC-Finale bekannt gegeben. Sarah Engels muss mit einer undankbaren Platzierung vorliebnehmen.

Am Samstag wird in Wien der Eurovision Songcontest stattfinden. Für Deutschland tritt Sarah Engels mit ihrem Song „Fire“ an. Sie wird dabei direkt nach dem dänischen Favoriten Søren Torpegaard Lund auftreten – als zweiter Act des Abends. Womöglich ein Nachteil, denn die Startposition beim ESC spielt durchaus eine relevante Rolle.

Allgemein gilt die Tendenz, dass eine der späteren Platzierungen meistens besser ist. Die Lieder, die gegen Ende der Show gesungen werden, bleiben den Zuschauern eher im Gedächtnis. Künstler, die am Anfang auf der Bühne stehen, haben es statistisch schwerer, da das Televoting noch nicht in Schwung gekommen ist. Der zweite Startplatz gilt bei Fans des ESC als „Todesstartplatz“, da er statistisch gesehen selten zu einem Sieg führt.

Neunmal landeten Acts vom zweiten Startplatz auf dem letzten Platz, dreimal davon mit null Punkten. Im ESC-Finale 2025 in Basel bestätigte Luxemburgs Laura Thorn den negativen Trend: Sie startete als Zweite und belegte am Ende Rang 22 von 26. Ein Gegenbeispiel ist Großbritannien. 1965 erreichte das Vereinigte Königreich von Startplatz 2 aus den zweiten Gesamtrang, 1997 und 2002 landeten weitere Acts von dort auf Rang drei. Lena Meyer-Landrut startete 2010 von Platz 22 aus und gewann den Wettbewerb.

Victoria Swarovski und Michael Ostrowski moderieren in diesem Jahr den Eurovision Song Contest.Vergrößern des Bildes
Victoria Swarovski und Michael Ostrowski moderieren in diesem Jahr den Eurovision Song Contest. (Quelle: IMAGO/Richard Skoumal)

Eine Auflistung der Startpositionen der ESC-Gewinner seit 1998 auf der Website „escstats.com“ zeigt zudem, dass 63 Prozent in der zweiten Hälfte des Finales sangen. Etwa 30 Prozent der Sieger seit 1998 hatten einen Startplatz ab Position 20 oder höher.

  • Sarah Engels vor dem ESC-Finale: „Das würde mir total viel Ruhe geben“
  • Wien vor dem ESC-Finale: Der Zauber ist verflogen

Bestimmte Songs bleiben besser in Erinnerung

Zwei Experten, der Statistiker Dr. Liam Brierley und der Psychologe Dr. David Maidment, sprachen mit dem britischen Sender BBC über das Phänomen. Dabei sind 700 Lieder in den von 1999 bis 2019 abgehaltenen ESC-Wettbewerben berücksichtigt worden. Laut Brierley zeigten statistische Analysen, dass spätere Auftritte im Schnitt leicht bessere Chancen haben, weil sie dem Publikum stärker im Gedächtnis bleiben.

Die Studie zeige laut Brierley: Songs, deren Interpreten später auftreten, haben oft bessere Chancen auf eine höhere Platzierung. Ein Lied, das als Erstes gesungen wird und nur Platz 15 erreicht, könnte als letzter Auftritt im Durchschnitt etwa auf Platz 12 landen. Maidment erklärt das psychologisch: Der erste und die letzten Songs bleiben besonders gut im Gedächtnis, während Beiträge dazwischen leichter vergessen werden.

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