Hagel, Starkregen, Sturzfluten: DWD warnt vor Orkanböen

Die größte Gefahr sei der Starkregen mit „Sturzfluten, Überflutungen und vollgelaufenen Kellern“, so Jung. Konkret rechnet der DWD mit bis zu 40 Litern Regen pro Quadratmeter, örtlich gar mit bis zu 50 Litern. Treffen mehrere Gewitterzellen in derselben Region aufeinander, seien zusammengerechnet sogar noch höhere Mengen möglich. Lokal kann es laut Jung zudem kräftige Hagelschauer geben, die Hagelkörner könnten bis zu fünf Zentimeter groß werden, warnt er.

Im Video | Hagelschauer in Reutlingen:

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Quelle: dpa

Orkanböen mit Geschwindigkeiten von über 120 km/h seien ebenfalls zu erwarten. „Vereinzelt können sich Superzellen entwickeln – das sind die langlebigen, rotierenden Gewitter mit dem größten Schadenspotenzial“, sagt der Wetterexperte.

Wetter in Deutschland: Prognosen für das Wochenende

Die Meteorologen rechnen damit, dass Deutschland mit Beginn des Wochenendes das Schlimmste überstanden haben dürfte – vorerst. In der Nacht zum Samstag sollen die Gewitterzellen abziehen, laut DWD erwartet das Land vielerorts wolkiges Wetter. Nur im Süden und Südosten sind noch einmal einzelne Schauer und Gewitter möglich – „aber das ist eine andere Kategorie“, relativiert Jung.

Die Wetterlage stellt sich zum Wochenende grundlegend um, wie der Diplom-Meteorologe Stefan Wietstock von wetter.com für t-online erklärt. Kühlere Luft von der Nordsee ströme ins Land und verdränge die Schwüle. „Am Sonntag legt der Sommer ein Päuschen ein“, so Wietstock. Die Höchstwerte liegen dann landesweit voraussichtlich bei nur noch 19 bis 24 Grad.

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