Juckreiz auf dem Kopf: Oft ist das Shampoo der Grund
Bei juckender Kopfhaut sind häufig bestimmte Inhaltsstoffe in Shampoo, Spülung, Haarspray oder Färbemittel der Auslöser. Hier kann im ersten Schritt ein Produktwechsel einen Versuch wert sein. Kommen zu dem Juckreiz Rötungen und schuppige Stellen hinzu, ist möglicherweise ein Pilzbefall oder eine Allergie ursächlich. Auch Kopfläuse lassen die Kopfhaut jucken. Anhaltendes Kopfjucken sollte hautärztlich abgeklärt werden.
Juckende Augen: An Heuschnupfen denken
Hinter juckenden Augen stecken oft Allergien gegen Pollen, Hausstaub oder Katzenhaare. Das allergische Jucken ist in der Regel von Tränen, Rötung und Brennen begleitet. Normalerweise kommen weitere typische Heuschnupfensymptome hinzu, etwa Niesen und Fließschnupfen. Betroffene sollten umgehend eine augenärztliche Praxis aufsuchen, wenn das Auge schmerzt, entzündet ist, eitriges oder gelbliches Sekret bildet oder wenn Sehstörungen auftreten.
Juckreiz im Intimbereich: Immer zum Arzt
Juckt es im Intimbereich, sollten Betroffene das immer ernst nehmen und ärztlich abklären lassen. Häufig tritt der Juckreiz zusammen mit Ausfluss, Rötungen, Wundsein, Nässen, Schwellungen und Bläschen beziehungsweise Knötchen auf. Eine Pilzinfektion kann ebenso dahinterstecken wie eine durch Viren und Bakterien ausgelöste Infektion.
Austrocknung aufgrund von zu viel Intimhygiene bringt den Intimbereich ebenfalls aus der Balance. Auch hormonelle Verhütungsmittel sowie Hormonumstellungen, insbesondere ein sinkender Östrogenspiegel in den Wechseljahren, können die Schleimhäute trockener und empfindlicher machen. Antibiotika können das mikrobielle Gleichgewicht im Intimbereich verändern und Pilzinfektionen begünstigen.
Im Afterbereich gehören Ekzeme, bakterielle Infektionen, Verletzungen der empfindlichen Haut, Hämorrhoiden, Würmer und Analfissuren zu den häufigen Auslösern von Juckreiz.
Chronischer Juckreiz an Armen und Beinen: Neurodermitis in Betracht ziehen
Hautrötungen, trockene Hautstellen, Entzündungen, Schuppungen oder Ekzeme an Armen und Beinen können Symptome einer Neurodermitis sein. Dabei handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die meist in Schüben verläuft. Neurodermitis ist bisher nicht heilbar. Verschiedene Behandlungen und eine konsequente Basispflege können die Symptome jedoch lindern.
Typische Beschwerden einer Neurodermitis sind trockene Haut, quälender Juckreiz, entzündete Hautausschläge und gegebenenfalls Bläschenbildung. Die Diagnose kann ein Hautarzt oder eine Hautärztin stellen.
Juckreiz an den Beinen: Häufig ist Trockenheit schuld
Juckreiz an den Beinen wird in den meisten Fällen durch Trockenheit ausgelöst. Besonders die Unterschenkel neigen dazu, weil dort vergleichsweise wenige Talgdrüsen sitzen. Duschen spült die natürliche Schutzschicht der Haut weg und kann sie austrocknen. Eine pflegende und beruhigende fetthaltige Creme, etwa mit den Wirkstoffen Urea, Glycerin oder Dexpanthenol, bekämpft Trockenheit.
Allerdings kann die Ursache auch tiefer liegen: in den Venen. Krampfadern führen oft zu Schwellungen, Spannungsgefühlen und Hautreizungen, darunter auch Juckreiz. Betroffene sollten anhaltenden Juckreiz sowie schwere und geschwollene Beine ärztlich abklären lassen.
Wichtig: Treten plötzlich einseitige Schwellungen, Schmerzen, Überwärmung oder Rötungen am Bein auf, sollten Betroffene sofort ärztliche Hilfe suchen. Diese Beschwerden können unter anderem auf eine Thrombose hinweisen.