Neue Technik im Einsatz
Düsseldorf überwacht Radwege künftig automatisch
07.11.2026 – 06:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Falschparker auf Radwegen sollen in Düsseldorf künftig per Kamera erfasst werden. Die Stadt startet dafür im November eine einjährige Testphase.
Das Düsseldorfer Ordnungsamt setzt ab Mitte November ein Scanfahrzeug ein, um Falschparker auf Radwegen zu erfassen. Zum Start überwacht das Fahrzeug 38 Kilometer Radfahrstreifen und Schutzstreifen im Stadtgebiet. Das geht aus einer Mitteilung der Stadt Düsseldorf hervor.
Das Fahrzeug wird von Mitarbeitenden der Verkehrsüberwachung gefahren und scannt dabei automatisch vorab festgelegte Streckenabschnitte. Stellt das kamerabasierte System einen möglichen Verstoß fest, werden Übersichts- und Detailaufnahmen des betreffenden Fahrzeugs sowie das Kennzeichen datenschutzkonform gespeichert und zur Auswertung in eine Software übertragen. Anschließend prüfen Mitarbeitende die Aufnahmen; bei bestätigten Verstößen leitet das Ordnungsamt ein Bußgeldverfahren ein.
Nicht relevante Aufnahmen werden nach den geltenden datenschutzrechtlichen Vorgaben gelöscht. Eine flächendeckende Dauerüberwachung des gesamten Verkehrs ist laut Stadt ausdrücklich nicht vorgesehen. Parkschein- oder Parkausweiskontrollen sind mit der Technik derzeit noch nicht möglich.
Das überwachte Streckennetz soll nach dem Start kontinuierlich erweitert werden. Perspektivisch ist auch eine Ausweitung auf andere Flächen vorgesehen, auf denen das Abstellen von Fahrzeugen generell nicht erlaubt ist.
Oberbürgermeister Stephan Keller erklärte: „Als erste Kommune setzen wir mit dem Scanfahrzeug eine neue Technik zur Bekämpfung des Falschparkens auf Radwegen ein. Damit erhöhen wir die Verkehrssicherheit weiter. Zugleich unterstreicht Düsseldorf damit seine digitale Vorreiterrolle und zeigt, wie innovative Technologien die Arbeit der Verwaltung sinnvoll unterstützen können.“
Fahrzeug war bereits 2025 im Einsatz
Ordnungsdezernent Christian Zaum ergänzte, dass mit dem Einsatz moderner Scanfahrzeuge die Sicherheit für alle Radfahrenden in Düsseldorf erhöht werde. „Dadurch wird die Nutzung unserer Radwege noch attraktiver und stressfreier. Gleichzeitig wird durch die Teildigitalisierung auch die tägliche Arbeit der Mitarbeitenden im Außendienst des Ordnungsamtes erleichtert.“
Bereits im August 2025 hatte das Ordnungsamt ein solches Fahrzeug getestet. Nach dem erfolgreichen Testlauf entschied sich die Stadt für den Einsatz im Rahmen der nun gestarteten einjährigen Projektphase.
