250 Beschäftigte betroffen

Klinik in Niedersachsen schließt nach gescheiterter Investorensuche

Aktualisiert am 28.09.2026 – 21:05 UhrLesedauer: 1 Min.

St.-Elisabeth-Krankenhaus (Archivbild): Die Klinik muss schließen. (Quelle: M.Dziadek via www.imago-images.de/imago)

Bis zuletzt haben die Verantwortlichen des St.-Elisabeth-Krankenhauses in Salzgitter nach einem Investor gesucht – vergeblich. Zum 30. September stellt die Klinik den Betrieb ein.

Das St.-Elisabeth-Krankenhaus in Salzgitter hat seine Schließung zum 30. September 2026 bekanntgegeben. Die Klinik mit rund 100 Betten hatte im Februar Insolvenz beantragt und seitdem keinen Investor gefunden. Darüber berichten unter anderem die „Braunschweiger Zeitung“ und der NDR.

Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung war am 1. Mai 2026 eröffnet worden. Ziel war es, einen Partner zu finden, der den Standort langfristig weiterführt. Zwar habe es laut Geschäftsführer Sebastian Margaschewski grundsätzliche Interessenbekundungen gegeben – ein bindendes Angebot sei jedoch nie eingegangen.

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Als Hauptgründe für das Scheitern nennt die Geschäftsführung steigende Betriebskosten, unzureichende Refinanzierung und einen erheblichen Investitionsbedarf. Hinzu kämen Unsicherheiten durch die laufende Krankenhausreform, die kleinere und mittlere Kliniken vor besondere Herausforderungen stelle. „Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Leistungsplanung, steigende Betriebskosten bei unzureichender Refinanzierung sowie erhebliche Investitionsbedarfe stellten potenzielle Interessenten vor schwer kalkulierbare Herausforderungen“, erklärte Margaschewski.

Von der Schließung sind rund 250 Beschäftigte betroffen, die am 28. September in einer Mitarbeiterversammlung informiert wurden. Seit Montag nimmt das Haus keine neuen Patienten mehr auf und beteiligt sich nicht mehr an der Notfallversorgung. Wer stationär behandelt wird, soll bis zum 30. September entlassen oder in andere Kliniken der Region verlegt werden. Jährlich behandelte das Krankenhaus rund 14.000 Patienten.

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