Überfall nach Pokalfinale

Fußball-Profi schildert Angriff auf sich und seinen Vater

26.05.2026 – 20:42 UhrLesedauer: 2 Min.

Stuttgarts Milan Petrovic (li.) gegen Großaspachs Michael Kleinschrodt: Die SG Sonnenhof gewann am Ende deutlich. (Quelle: IMAGO/Julia Rahn/imago-images-bilder)

Michael Kleinschrodt wird nach dem Pokal-Coup der SG Sonnenhof Großaspach in Stuttgart überfallen und beraubt. Nun spricht er in einem Interview darüber. Die Kickers beziehen ebenfalls Stellung.

Der nach dem Landespokalfinale überfallene und beraubte Fußballer Michael Kleinschrodt von der SG Sonnenhof Großaspach hat sich in einem Video zu dem Vorfall am Samstagabend geäußert. Er sei nach dem Sieg der Großaspacher bei den Stuttgarter Kickers (4:1) mit seinen Eltern über den Parkplatz am Stadion auf der Waldau gelaufen, sagte der 30-Jährige dem SWR. Etwa 100 Menschen hätten dort gestanden, er habe ein „mulmiges Gefühl“ gehabt.

„Dann höre ich auf einmal Schreie, schaue über meine linke Schulter und dann sehe ich, wie Leute auf mich zurennen, schreiend“, sagte Kleinschrodt. Dann sei er losgerannt. „Ich habe von rechts Leute kommen sehen, die auf mich eingeschlagen haben, getreten. Dann habe ich mich irgendwann befreien können.“ Auch sein Vater habe ihm später mitgeteilt, dass er Schmerzen habe. „Er hat versucht, mich zu verteidigen.“ Das tue ihm daher besonders weh.

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Kleinschrodt und sein Vater waren bei dem Vorfall leicht verletzt worden. Auf der Flucht verlor der Spieler laut Polizei sein Handy und seine Geldbörse, die er inzwischen zurück hat. Zudem wurde ihm seine Sporttasche entrissen. Mehrere Männer sollen den Angaben nach auf den Spieler eingeschlagen und eingetreten haben. Die mutmaßlichen Täter sollen Fankleidung der Kickers getragen haben. Die Ermittlungen zum Tatverdächtigen dauern an, wie die Polizei der dpa mitteilte.

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Das Pokalfinale zwischen den beiden schwäbischen Regionalligisten war zuvor schon von einer Spielunterbrechung überschattet worden. Anhänger der Gastgeber wollten kurz vor Schluss auf den Platz stürmen und warfen Gegenstände auf den Rasen. Beide Mannschaften mussten für einige Minuten in die Kabine gehen, ehe die Begegnung beendet werden konnte.

Die Stuttgarter Kickers verurteilten die Vorfälle in einer Klubmitteilung. „Gewalt, Einschüchterung und persönliche Angriffe haben im Fußball keinen Platz“, schrieb der Verein. „Die Szenen rund um das Pokalfinale entsprechen in keiner Weise den Werten unseres Vereins.“ Die Vorfälle sollen genau aufgearbeitet werden.

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