Spektakuläres Halbfinaldrama

In Nachspielzeit: Messi führt Argentinien ins WM-Finale


Aktualisiert am 15.07.2026 – 23:26 UhrLesedauer: 3 Min.

Herausragend: Lionel Messi wird von seinen Teamkollegen auf den Schultern getragen. (Quelle: IMAGO/Michael Zemanek/Shutterstock/imago)

In einem hitzigen WM-Halbfinale sind Torchancen lange Zeit Mangelware. Dann trifft England. Aber Titelverteidiger Argentinien und Messi schlagen zurück.

Lionel Messi fiel auf die Knie und schrie seine unbändige Final-Freude heraus, als Thomas Tuchels Titeltraum dramatisch geplatzt war. Die Mitspieler des argentinischen Superstars weinten vor Glück – und inmitten des Ausnahmezustands starrte Harry Kane fassungslos auf die Ränge.

Argentiniens Comeback-Könige um den unwiderstehlichen Messi haben England in einem intensiven und von viel Kampf geprägten Spiel ins Tal der Tränen gestürzt – und greifen einmal mehr nach den Sternen. Dank eines furiosen Finishs in der himmelblau-weißen Hölle von Atlanta setzte sich der Weltmeister mit 2:1 (0:0) gegen Thomas Tuchels Team durch und fordert nun Europameister Spanien im Endspiel am Sonntag vor den Toren New Yorks heraus.

Die Titelträume der Engländer platzten hingegen erneut auf dramatische Weise – trotz des Führungstreffers durch Anthony Gordon (55.) erlitt England eine der schmerzhaftesten Niederlagen seiner Geschichte. Jeweils nach einer Vorlage von Messi drehten Enzo Fernández (85.) und Lautaro Martínez (90.+2.) das Spiel für die Argentinier, die sich nun der ultimativen Herausforderung Spanien stellen müssen. Der Europameister hatte am Vortag den Top-Favoriten Frankreich ausgeschaltet.

England wartet seit dem Triumph bei der Heim-WM 1966 auf den nächsten Titel, diese Leidenszeit konnte auch der deutsche Trainer Tuchel nicht beenden. Am Samstag (21.00 Uhr MESZ) geht es in Miami gegen Frankreich im Spiel um Platz drei nur noch um einen würdevollen Abschied, der jedoch kaum Trost sein dürfte.

So lief das Spiel

Tuchel hatte sein Team auf ein intensives und hitziges Duell eingestimmt – und sollte recht behalten. Von Beginn an ging es zur Sache, Spielfluss kam nicht auf – dafür lieferten sich die Teams heftige Zweikämpfe und Duelle. Nach einem Foul an Elliot Anderson nach nur zwei Minuten standen sich einige Spieler bereits Stirn an Stirn gegenüber, und mit dieser Intensität ging es weiter.

Während des Halbfinals kam es mehrfach zu Rudelbildung auf dem Platz. (Quelle: BRETT DAVIS)

Bei aller Hektik hinterließen die Engländer den etwas gefährlicheren Eindruck. Über ihre linke Seite kamen Djed Spence und Gordon mehrfach zumindest in die Nähe des Strafraums. Ihre Torjäger Harry Kane und Jude Bellingham blieben aber wirkungslos, auch Standards brachten keine Chancen.

Im Vorfeld war viel über die bewegte Historie der beiden rivalisierenden Fußball-Nationen gesprochen worden. Argentinien lief wie beim Triumph im Viertelfinale von 1986 in dunkelblauen Shirts auf. Damals hatte Diego Maradona sein Team mit der „Hand Gottes“ und einem sensationellen Solo zum Sieg geführt – beim Halbfinale 40 Jahre später ruhten die Hoffnungen auf Messi.

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