Leser über die Sozialdemokraten
„Die SPD hat sich selbst demontiert“
29.11.2025 – 15:04 UhrLesedauer: 3 Min.
Aufgrund der derzeitigen Situation der SPD zweifeln manche Bürger an ihrer Zukunftsfähigkeit. Andere haben die Partei hingegen noch nicht abgeschrieben.
1863 gegründet, kann die Sozialdemokratische Partei auf die längste aller Parteigeschichten zurückblicken. Doch angesichts des schlechten Wahlergebnisses bei der Bundestagswahl und der aktuell schwachen Umfragewerte stellt sich vielen die Frage, ob die Partei noch eine lange Zukunft hat.
t-online-Kolumnist Uwe Vorkötter schrieb jüngst: „Die SPD sieht alt aus. Sie wirkt gebrechlich. Oft starrsinnig. Die Alten, die sie groß gemacht haben, sind tot oder abgetreten, die aktuelle Generation verwaltet ihr Erbe eher schlecht als recht.“ Auf den Kommentar folgten zahlreiche Zuschriften.
Ulrich Andree schreibt etwa: „Ich war Mitte der Siebzigerjahre in die SPD eingetreten, als Helmut Schmidt Kanzler war – und die Welt noch in Ordnung. Als jedoch Gerhard Schröder Kanzler wurde, bin ich ausgetreten, weil mir sein wirtschaftsfreundlicher Anbiederungskurs dann doch zu sehr gegen den Strich ging.“
Heute sieht der t-online-Leser die Partei als einen „Schatten ihrer selbst“, in der kein sozialdemokratisches Urgestein mehr da sei. „Es gibt nur noch Parteifunktionäre und -karrieristen, die sich nach dem Abi und vielleicht auch Studium hochgedient haben und das tägliche Malochen von Ottonormalverbrauchern höchstens vom Hörensagen kennen.“
„Die SPD trifft keine Schuld“, sagt Beatrice Coulin. „Mehrheitlich hat die CDU dieses Land regiert und ernsthafte Reformen standhaft ausgebremst.“ Die t-online-Leserin befürchtet, dass es ohne die SPD Deutschland schlechter ginge. „Die Wähler werden sich noch wundern, wenn die von ihnen offenbar favorisierten Parteien in der Regierung sind. Eine Lösung der weltweiten Probleme mithilfe der CDU und der AfD, welche völlig einfallslos das Rad zurückdrehen statt Neuanfänge wagen will? Das kann nicht ernst gemeint sein.“
Brigitte Grätz mailt: „Wäre die SPD ein Schiff, müsste es untergehen, denn es ist ohne Kapitän. Das ist für mich keine Partei mehr, sondern wie eine Krake, die über Deutschland liegt und der jeglicher Bezug zur Realität fehlt.“
Giselbert Seitz wirft der CDU vor, ihren Wahlkampf mit falschen Versprechungen gewonnen zu haben. „Da kann eine Partei wie die SPD, die zu ehrlich ist, nicht mithalten. Sie leidet als die einzige ehrliche Partei, weil die anderen, allen voran die CDU, das Lügen beherrschen.“
„Solange Bärbel Bas am Ruder ist, wird die SPD weiter untergehen“, meint Barbara Liebler. „Diese Frau sollte unbedingt ausgetauscht werden, denn sie macht offensichtlich nur Politik für ihre linken Wähler der SPD.“ Ein Scheitern der Sozialdemokraten fände die t-online-Leserin jedoch nicht schlimm, denn sie möchte von der aktuellen Regierungskoalition ohnehin nicht mehr regiert werden.
