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Panorama

Sparkassen-Diebstahl in Gelsenkirchen: Falsche Haare am Tatort?

wochentlich.deBy wochentlich.de20 Januar 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Sparkassen-Diebstahl in Gelsenkirchen: Falsche Haare am Tatort?
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Abfälle aus Friseursalon?

Sparkassen-Gangster narrten Polizei mit falschen Haaren


20.01.2026 – 17:51 UhrLesedauer: 2 Min.

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Der Tresorraum der Sparkasse Gelsenkirchen-Buer (Archivbild): Die Panzerknacker kamen mit einem Kernbohrer. (Quelle: -/Polizei Gelsenkirchen/dpa/dpa-bilder)

Die Polizei hält es für möglich, dass die Sparkassen-Diebe in Gelsenkirchen einen dreistelligen Millionenbetrag erbeuteten. Jetzt kommen weitere Details zu ihrem Vorgehen ans Licht.

Die Einbrecher, die Ende Dezember mehr als 3.000 Schließfächer in einer Gelsenkirchener Sparkasse geknackt haben, sollen am Tatort massenhaft Haare hinterlassen haben. Offenbar wollten sie so die Polizei narren: Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur verteilten sie die Haare als falsche Spuren.

Zuvor hatte bereits die „Bild“-Zeitung über den Haar-Trick berichtet. Bei den Haaren könnte es sich demnach möglicherweise um Abfälle eines Friseursalons handeln.

Sicher ist: Die Polizei hat in dem Fall mit einer Vielzahl von Spuren zu kämpfen. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach von rund 500.000 Objekten, die im Tresorraum und dem angrenzenden Archivraum auf dem Boden gelegen hätten. „Auf jedem dieser Gegenstände könnten relevante Spuren sein“, sagte Reul. Alles müsse akribisch untersucht werden.

Bei dem Einbruch hatten die Täter mehrere Sicherheitssysteme überwunden und sich schließlich mit einem Kernbohrer direkt in den Tresorraum der Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen-Buer gebohrt. Dort räumten sie rund 3.100 Kundenschließfächer aus.

Video | Kunde nach Bankraub im Video: „Ich konnte nicht atmen“

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Quelle: dpa

An diesem Mittwoch ist der Fall Thema in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“. Am Donnerstag wird auch der Innenausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags noch einmal über den spektakulären Einbruch sprechen.

In einem aktuellen Bericht des Innenministeriums für den Ausschuss heißt es, dass es noch keine neuen Erkenntnisse zur Höhe der Beute gebe. Die Polizei hatte zuletzt nicht ausgeschlossen, dass die Panzerknacker mehr als 100 Millionen Euro erbeuteten.

Seit Montag befragen Polizisten die geschädigten Sparkassen-Kunden. Es gehe unter anderem um genaue Beschreibungen und gern auch Daten oder Bilder vermisster Gegenstände, erklärte ein Polizeisprecher. So könnten sich Spuren zu den Tatverdächtigen ergeben, wenn Teile der Beute verkauft würden. Die Gespräche mit den Geschädigten verliefen meist sachlich, für einige der Betroffenen aber auch sehr emotional: „Wir haben etliche verzweifelte Leute, die nicht wissen, wie es weitergeht“, sagte der Sprecher.

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