Nach Angaben des spanischen Gesundheitsinstituts Carlos III hat die Hitzewelle in Spanien seit letztem Sonntag, dem 21. Juni, 327 Todesfälle verursacht.

Das Land hat im Juni rekordverdächtige Temperaturen erlebt, wobei während der Hitzewelle mehrere nationale und lokale Rekorde gebrochen wurden.

Nach Angaben der spanischen Wetterbehörde (AEMET) ging die Hitzewelle am Donnerstag zu Ende.

Basierend auf den nationalen Temperaturaufzeichnungen Spaniens aus dem Jahr 1950 war der 23. Juni der heißeste Junitag aller Zeiten, der 22. Juni lag an zweiter Stelle.

Die schlimmsten Anomalien wurden im Norden Spaniens verzeichnet, wo der Flughafen Bilbao neue Rekorde sowohl bei den Tageshöchsttemperaturen als auch bei den Nachttiefsttemperaturen aufstellte.

Seit Beginn der jährlichen Hitzeüberwachungssaison in Spanien Mitte Mai hat das Institut Carlos III 611 Todesfälle aufgrund hoher Temperaturen registriert.

Wieder zwei Wochen Hitzewelle

Nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) wird die Hitzewelle voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Wochen weite Teile West-, Mittel- und Südeuropas treffen.

Aktuellen Prognosen zufolge dürfte sich der Schwerpunkt der Hitze weiter in Richtung Balkan verlagern, teilte die UN-Agentur am Donnerstag mit.

„Eine längere Exposition über mehrere Tage, insbesondere wenn die Temperaturen nachts hoch bleiben, bedeutet, dass der Körper jeden neuen Tag bereits gestresst beginnt“, sagte Lachlan McIver, Gesundheitsberater beim WHO-WMO-Gemeinschaftsbüro für Klima und Gesundheit.

Ältere Erwachsene, kleine Kinder, schwangere Frauen, Outdoor-Arbeiter und Menschen mit chronischen Krankheiten sind anfälliger für hohe Temperaturen, aber „Hitzestress kann jeden treffen, wenn die Temperaturen lange genug extrem genug sind“, warnte McIver.

Extreme Temperaturen treffen Europa

In ganz Westeuropa sind Länder mit extremen Hitzewellentemperaturen konfrontiert.

Frankreich verzeichnete am Dienstag, den 24. Juni, seinen heißesten Tag aller Zeiten, wobei die Durchschnittstemperatur zum ersten Mal über 24 Stunden 30 °C überstieg. Das Land verzeichnete in der vergangenen Woche außerdem 40 Todesfälle durch Ertrinken, da Menschen in Flüssen und anderen Gewässern Hilfe suchten.

Nach Angaben der WMO stiegen die Temperaturen in der Stadt Palluau im Westen Frankreichs auf bis zu 43,8 °C.

Nach Angaben des Königlichen Meteorologischen Instituts des Landes hat Belgien ab Mittwoch eine Hitzewarnung herausgegeben, da die extremen Temperaturen in den kommenden Tagen voraussichtlich zunehmen werden.

Der deutsche Wetterdienst gab weit verbreitete Alarmstufe Rot aus, unter anderem für Berlin, Bonn, Frankfurt und Köln. In der Schweiz standen auch Genf, Basel und Zürich unter Alarmstufe Rot.

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