Hamburger TV-Pionier
Er entdeckte Freddy Quinn – später erfand er das „Großstadtrevier“
25.09.2026 – 16:18 UhrLesedauer: 1 Min.
Freddy Quinn verdankte Jürgen Roland einen frühen Karriereschub. Jahrzehnte später arbeiteten beide für eine Hamburger Kultserie erneut zusammen.
Freddy Quinn wird am Sonntag 95 Jahre alt. Einer der Männer, die seine Karriere früh mitprägten, war Jürgen Roland. Quinn sagte 1999 der „Zeit“, Roland könne tatsächlich von sich behaupten, ihn in der „Washington Bar“ auf St. Pauli entdeckt zu haben.
Roland, 1925 in Hamburg geboren, arbeitete damals für den Nordwestdeutscher Rundfunk (NWDR). Nach Quinns Schilderung entstanden auch Aufnahmen mit dem jungen Sänger für den Sender.
Freddy Quinn taucht bei „Stahlnetz“ auf
1958 besetzte Roland Quinn in der „Stahlnetz“-Folge „Die Tote im Hafenbecken“. Der Sänger hatte darin einen kurzen Auftritt in einer Hafenkneipe auf St. Pauli. Die Folge wurde am 22. August 1958 erstmals ausgestrahlt, wie aus dem NDR-Archiv hervorgeht.
Zwischen 1958 und 1968 entstanden 22 „Stahlnetz“-Folgen unter Rolands Regie. Grundlage waren tatsächliche Kriminalfälle. Wie Roland später dem NDR erzählte, arbeiteten die Macher mit Polizeiakten. Bei den Dreharbeiten seien zudem Beamte dabei gewesen, die mit den jeweiligen Fällen vertraut waren.
Jürgen Roland entwickelt das „Großstadtrevier“
Die Idee für das „Großstadtrevier“ entstand 1983. Nach Angaben der ARD kam Roland bei einem Treffen mit dem Pressestellenleiter der Hamburger Polizei darauf, den Alltag der Schutzpolizei zum Mittelpunkt einer Fernsehserie zu machen. Die erste Folge wurde im Dezember 1986 ausgestrahlt.
In der Folge „Robin Hood“ spielte Quinn Hauptwachtmeister Lüders. Regie führte Jürgen Roland. Die Episode lief im Februar 1987. 1991 spielte Quinn in „Fährmann, hol’ röver“ die Figur Hannes. Roland führte Regie und schrieb auch das Drehbuch. Die Folge wurde im April 1991 ausgestrahlt.
