Sozialleistungen steigen
Nur Bürgergeldausgaben gehen zurück
28.05.2026 – 11:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Staat hat letztes Jahr mehr Geld für Sozialleistungen wie Renten, Pensionen und Arbeitslosengeld I gezahlt. In einem Bereich gab es aber auch einen leichten Rückgang.
Die Absicherung sozialer Risiken hat den Staat 2025 mehr gekostet als im Vorjahr. So stiegen die monetären Sozialleistungen um 5,9 Prozent auf 751,2 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Deutlich mehr Ausgaben wurden demnach für Renten und Pensionen sowie für Arbeitslosengeld I und Berufsförderung verzeichnet, einen leichten Rückgang gab es hingegen beim Bürgergeld.
Insgesamt war der Anstieg im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt seit 1991 (plus 3,4 Prozent) weiter überdurchschnittlich. Aber: Er fiel den Angaben zufolge geringer aus als in den beiden Jahren zuvor. So war 2024 ein Plus von 7,4 Prozent und 2023 ein Zuwachs von 6,9 Prozent verzeichnet worden.
Was genau sind die monetären Sozialleistungen?
Die monetären Sozialleistungen setzen sich aus einer Vielzahl unterschiedlicher Summen zusammen, die der Staat als Sozialleistung zahlt. Dazu gehören Gelder für Rente und Pensionen, Krankengeld, Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld I und Grundsicherung, Sozial- und Jugendhilfe, Kindergeld, Elterngeld, Pflegegeld, Ausbildungsbeihilfen und Wohngeld.
Die einzelnen Bereiche haben sich unterschiedlich entwickelt:
- Einen deutlichen Anstieg gab es bei der Deutschen Rentenversicherung (plus 5,9 Prozent auf 417,9 Milliarden Euro) sowie bei den öffentlichen Pensionen (plus 5,1 Prozent auf 95 Milliarden Euro).
- Der Anstieg der Arbeitslosigkeit sorgte für hohe Zuwächse beim Arbeitslosengeld I (plus 19,1 Prozent auf 28,2 Milliarden Euro).
- Im Bereich der Sozialhilfe stiegen die Ausgaben um 7,8 Prozent auf 44,4 Milliarden Euro. Die Ausgaben beim Bürgergeld waren leicht rückläufig. Hier wurde ein Minus von 1,5 Prozent auf 29,4 Milliarden Euro verzeichnet.
- Beim Krankengeld gab es ein Plus von 5 Prozent auf 22,3 Milliarden Euro, beim Pflegegeld einen Zuwachs von 13,1 Prozent auf 31,9 Milliarden Euro.
„Die Entwicklung der Sozialleistungen hängt nicht nur von deren gesetzlicher Ausweitung oder Kürzung ab, sondern auch von vielen anderen Faktoren“, betonen die Statistiker. „Etwa von der Situation am Arbeitsmarkt, der Erwerbsbeteiligung, der Höhe der Inflationsrate oder der demografischen Entwicklung der Bevölkerung, einschließlich Zu- und Abwanderung.“
