Verliert die Oidn Wiesn ein Zelt, das seit ihrem Start immer dabei war? Wie es mit dem Herzkasperlzelt nun weitergeht.
Große Sorge am Osterwochenende um die Zukunft des traditionsreichen Herzkasperlzelt auf der Oidn Wiesn: Mehrere Münchner Medien berichten, dass der Stadtrat in einer Sitzung am 9. Mai entscheiden soll, ob das Kulturzelt von Fraunhofer-Wirt Beppi Bachmaier auf der neben dem Oktoberfest stattfinden Oiden Wiesn bleiben kann.
Denn laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ von Karfreitag hatte das Zelt bei der alljährlichen Bewertung nach dem städtischen Punktekatalog schlechter abgeschnitten als ein Mitbewerber, könnte damit also seinen gewohnten Platz seit Gründung der Oidn Wiesn im Jahr 2010 verlieren.
Bei dem Konkurrenten soll es sich um Peter Schöniger von der Festhalle Bayernland handeln, der sich dem Bericht zufolge erstmals um einen Platz auf der Oiden Wiesn beworben hatte. Sein Bayernland wird man im Übrigen auch auf dem bald stattfindenden Frühlingsfest (19. bis 21. April) besuchen können. Bislang sei Schöniger mit seinen Bewerbungsversuchen für ein Zelt beim eigentlichen Oktoberfest immer gescheitert, so die „Süddeutsche“.
Ringen um Oide Wiesn: Zelt-Wirt erwartet „schlaflose Nächte“
Denn um einen der dort äußerst begehrten Zeltplätze zu ergattern, müssen sich auch alteingesessene Wiesnwirte immer wieder in einem Punktekatalog messen, in dem ihre Eignung für Deutschlands größtes Volksfest überprüft wird. Darunter sind etwa Kriterien wie die bereits gesammelte Erfahrung bei Volksfesten, die Ausstattung des Zeltes oder des Fahrgeschäfts, aber auch die Tradition des Angebots.
Auf der Südseite der Theresienwiese findet die Oidn Wiesn, das nostalgische Gegenstück zur eigentlichen Wiesn, seit 2010 statt: Mehrere historische Fahrgeschäfte und Buden erinnern hier daran, wie das Oktoberfest noch im 19. Jahrhundert begangen wurde. Insgesamt geht es hier ohne „ballermanneske Auswüchse“ deutlich familiengerechter zu, der Tierpark Hellabrunn bot zuletzt etwa einen Streichelzoo an.
Der Wirt des Herzkasperlzeltes sagte dem „Merkur“ am Ostermontag: „Ich rechne bis zur Entscheidung mit schlaflosen Nächten.“
