Touristen überrennen Flughafen

Urlaubsland erwartet Verkehrschaos – Straßen sind dicht


12.08.2026 – 16:35 UhrLesedauer: 2 Min.

Blick von der Dachterrasse eines Mallorca-Hotels auf den Strand von Playa de Palma: Die Insel rüstet sich für die erwartete Sonnenfinsternis. (Quelle: Clara Margais/dpa)

Spanien erlebt eine totale Sonnenfinsternis – und im ganzen Land sind Millionen Menschen auf den Beinen. Mallorca trifft Vorsichtsmaßnahmen.

Die Behörden in Spanien rüsten sich für einen riesigen Ansturm angesichts der erwarteten totalen Sonnenfinsternis am Mittwochabend. Allein auf der Urlaubsinsel Mallorca werden einem Bericht des „Mallorca Magazins“ zufolge Tausende Besucher und Touristen erwartet, die entlang der Küsten, an Aussichtspunkten und in Naturschutzgebieten ganze Landstriche bevölkern könnten.

Dem Bericht zufolge hat die Balearenregierung ein umfassendes Verkehrskonzept erlassen. Demnach soll der Verkehr auf 20 wichtigen Zufahrtsstraßen ab dem Nachmittag deutlich eingeschränkt werden. Das Ziel besteht demnach darin, ein Verkehrschaos und kilometerlange Staus zu vermeiden, damit Rettungsdienste die Straßen ungehindert passieren können.

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Während der Sperrzeiten ab 15 Uhr ist die Zufahrt laut „Mallorca Zeitung“ nur noch für Anwohner oder Beschäftigte von Hotels, Ferienwohnungen oder Restaurants möglich. Auch Gäste mit einer gültigen Reservierung sollen durchgelassen werden. Die meisten Sperrungen gibt es in der Region Serra de Tramuntana, einen Gebirgszug im Nordwesten Mallorcas.

Sonnenfinsternis: Andrang auf Mallorca-Flughafen

Die „Mallorca Zeitung“ berichtete weiter von einem außergewöhnlich großen Andrang am Flughafen. Bereits am Mittwochmorgen hätten sich an den Terminals lange Schlangen gebildet. Viele Hotels, Transferdienste und Busunternehmen hatten ihren Kunden demnach empfohlen, besonders früh zum Flughafen zu fahren, um einem drohenden Verkehrschaos aus dem Weg zu gehen.

Auch auf dem Festland sorgt die erste totale Sonnenfinsternis über Spanien seit mehr als einem Jahrhundert für einen Ausnahmezustand. Viele Menschen zieht es in die sogenannte Totalitätszone, in der der Mond am Abend die Sonne vollständig verdecken wird. Die Behörden rechneten allein am Mittwoch mit 400.000 bis 1,5 Millionen zusätzlichen Autofahrten. Vor allem auf den Zufahrtsstraßen in den Norden und Osten des Landes sowie zu den Balearen wurden lange Staus erwartet.

Hotels entlang der Totalitätszone sind vielerorts seit langem ausgebucht, Privatleute vermieten Balkone und Dachterrassen mit freier Sicht auf den westlichen Horizont für mehrere Hundert Euro. Zwei Millionen zertifizierte Schutzbrillen wurden kostenlos verteilt. Mehr als 33.000 Polizisten und Beamte der Guardia Civil sind im Einsatz.

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