666 PS im Sportcoupé

Bentley Supersports: Teuflisches Tempo trifft auf radikalen Luxus


17.11.2025 – 11:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Streng limitiert: Bentley baut den neuen Continental Supersports nur 500-mal.

Bentley beschleunigt in die elektrische Zukunft, bringt aber zuvor noch einen Klassiker auf die Straße. Ein Continental ohne Rückbank, ohne Allradantrieb, aber mit sattem Preisaufschlag.

Die vornehme VW-Tochtermarke Bentley treibt die Elektrifizierung voran und schlägt mit dem neuen Continental Supersports zugleich einen Haken zurück in die Vergangenheit. Für dieses Extremmodell werfen die Briten alles über Bord, was Gewicht verursacht oder Komfort verspricht: die Rückbank, den Allradantrieb und sogar den Plug-in-Hybrid. Das Ziel: ein leichteres Coupé und ein puristisches Fahrerlebnis.

Die Entwickler haben den Continental aggressiver gezeichnet, aerodynamisch optimiert und das Gewicht auf unter zwei Tonnen reduziert. Im Mittelpunkt steht nun allein der vier Liter große V8-Turbo. Seine Leistung steigt auf 666 PS, das Drehmoment auf 800 Nm. Damit beschleunigt der Supersports laut Bentley in 3,7 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von rund 310 km/h.

Die Produktion startet im Frühjahr 2026, die Auslieferung erfolgt Ende des Jahres. Bentley nennt keine Preise. In Unternehmenskreisen ist jedoch von etwa 350.000 Euro die Rede, was rund 100.000 Euro mehr als der Preis des Grundmodells wäre. Ein teurer Beweis für eine alte Erkenntnis: Weniger ist mehr.

Im Jahr 1998 erwarb Volkswagen Bentley für 1,44 Milliarden D-Mark (736 Millionen Euro). In den darauffolgenden vier Jahren wurden im Werk in Crewe sowohl Bentley- als auch Rolls-Royce-Modelle gefertigt. Heute verlassen dort ausschließlich Bentley-Fahrzeuge die Produktionshallen. Rolls-Royce hingegen wird seit 2003 in Goodwood (Großbritannien) gebaut.

Hintergrund des Wechsels: Zwar gewann Volkswagen das Bieterduell um Rolls-Royce und erwarb das Werk sowie die Marke Bentley, sicherte sich jedoch nicht die Namensrechte an Rolls-Royce. Diese gingen für 40 Millionen Pfund an BMW, das über seine Verbindung zum Flugzeugtriebwerkhersteller Rolls-Royce plc bereits eng mit der Marke verbunden war.

Das Ergebnis war eine ungewöhnliche Übergangsregelung: Bis Ende 2002 durfte Volkswagen Rolls-Royce in Crewe weiterproduzieren – mit BMW-Motoren und unter Lizenz von BMW. Ab 2003 startete BMW die Produktion der Rolls-Royce-Modelle in Goodwood neu.

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