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Gesundheit

Sommer reicht bei diesen Risikogruppen nicht aus

wochentlich.deBy wochentlich.de1 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Sommer reicht bei diesen Risikogruppen nicht aus
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Laut Studie

Bei diesen Risikogruppen bleibt Vitamin D auch im Sommer niedrig


01.07.2026 – 13:05 UhrLesedauer: 2 Min.

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Älteres Paar im Park (Symbolbild): Auch in Deutschland ist mehr als die Hälfte der Senioren von einem Vitamin-D-Mangel betroffen. (Quelle: draganab/getty-images-bilder)

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Sonne allein genügt oft nicht: Bestimmte Risikogruppen haben selbst im Sommer zu niedrige Vitamin-D-Werte, wie eine Studie zeigt.

Viele Menschen gehen davon aus, dass die Sommersonne die Vitamin-D-Speicher wieder auffüllt. Eine neue Studie aus Großbritannien legt jedoch etwas anderes nahe: Vor allem ältere Menschen und Personen mit dunklerer Hautfarbe hatten selbst in den Sommermonaten häufig zu niedrige Vitamin-D-Werte. Nachzulesen sind die Ergebnisse in der Fachzeitschrift „European Journal of Clinical Nutrition“.

Mehr als jeder Zweite betroffen

Forscher der Newcastle University untersuchten die Blutwerte von knapp 300 Erwachsenen aus Nordengland, die älter als 65 waren, sowie von Erwachsenen aus ethnischen Minderheiten, die verschiedenen Altersgruppen angehörten. Ein Vitamin-D-Spiegel unterhalb von 50 nmol/l galt dabei als unzureichend und unterhalb von 30 nmol/l als Mangel.

  • Vitamin D und K: Zusammen nehmen oder nicht?
  • Vitamin-D-Spiegel: In diesem Alter könnte er das Demenzrisiko beeinflussen

Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der älteren Teilnehmer wies einen Vitamin-D-Mangel oder eine unzureichende Versorgung auf. Bei den Teilnehmern aus ethnischen Minderheiten war der Anteil sogar noch höher. Überraschend war, dass sich die Werte auch im Sommer kaum verbesserten. Gerade in nördlichen Regionen reicht offenbar das Sonnenlicht für viele Risikogruppen nicht aus.

Warum gerade diese Gruppen gefährdet sind

Ältere Menschen haben ein erhöhtes Risiko für einen Mangel, da mit zunehmendem Alter die körpereigene Vitamin-D-Produktion in der Haut nachlässt: Im Vergleich zu jungen Erwachsenen beträgt sie bei Personen über 65 Jahren nur noch etwa 25 Prozent. Viele ältere Menschen sind oftmals nicht mehr so mobil wie früher oder pflegebedürftig und halten sich dadurch weniger im Freien beziehungsweise im Sonnenlicht auf.

Eine dunklere Hautfarbe kann einen Vitamin-D-Mangel begünstigen, da das Hautpigment Melanin weniger UVB-Strahlung durchlässt. Das gilt insbesondere, wenn Betroffene in nordeuropäischen Regionen leben, in denen die Sonnenstrahlung weniger intensiv ist.

Ein erhöhtes Risiko für Vitamin-D-Mangel besteht ebenso bei Menschen, die nur stark verhüllt gekleidet ins Freie gehen (etwa aus religiös-kulturellen Gründen oder wegen einer Sonnenallergie).

Welche Risikogruppen es außerdem gibt, lesen Sie hier.

Warum Vitamin D wichtig ist

Vitamin D unterstützt die Aufnahme von Kalzium und ist entscheidend für gesunde Knochen und Muskeln. Ein länger anhaltender Mangel erhöht unter anderem das Risiko für Osteoporose und Knochenerweichung. Zudem gibt es Hinweise auf Zusammenhänge mit weiteren Erkrankungen, wobei viele wissenschaftlich noch nicht eindeutig belegt sind. Theoretisch ist es möglich, nahezu den gesamten Tagesbedarf an Vitamin D allein über die Sonnenstrahlung zu decken. Im Alltag gelingt das aus vielerlei Gründen nicht jedem.

Was bedeutet das für Betroffene?

Nach Ansicht der Forscher sollten Menschen mit erhöhtem Risiko nicht darauf vertrauen, dass mehr Zeit im Freien im Sommer automatisch ausreicht. Auch in Deutschland empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Menschen, die sich kaum draußen aufhalten oder ein erhöhtes Risiko für einen Mangel haben, Vitamin D über Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen. Ob tatsächlich ein Mangel vorliegt und ob Nahrungsergänzungsmittel im Einzelfall sinnvoll sind, sollten Betroffene vorab ärztlich abklären lassen.

Wie ist die Studie einzuordnen?

Die Aussagekraft der Studie hat ihre Grenzen. Zwar liefern die Ergebnisse wichtige Hinweise für Risikogruppen, diese lassen sich jedoch nicht ohne Weiteres auf die Gesamtbevölkerung übertragen. Etwa, weil ausschließlich Personen aus nördlichen Regionen Großbritanniens untersucht wurden, die bestimmten Risikogruppen angehörten – eine Vergleichsgruppe gab es zudem nicht.

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