Viele deutsche Kunden betroffen
Ford startet Millionen-Rückruf
23.10.2025 – 11:51 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Softwareproblem beim Mustang Mach-E und fehlerhafte Rückfahrkameras bei älteren Baureihen zwingen Ford zu gleich zwei Rückrufen. Auch Zehntausende deutsche Fahrzeuge sind betroffen.
Ford hat gleich zwei große Rückrufe gestartet. Betroffen sind einerseits der elektrische Mustang Mach-E und andererseits viele ältere Modelle, bei denen die Rückfahrkameras defekt sein können.
Beim Mach-E liegt die Ursache in der Bordnetzsteuerung: Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) kann sich die 12-Volt-Batterie unerwartet entladen. In solchen Fällen lassen sich dann die vorderen Türen nicht mehr öffnen – ein Risiko für Insassen, etwa bei einem Unfall oder großer Hitze.
Weltweit sind 326.649 Fahrzeuge betroffen, davon 14.469 in Deutschland. Sie wurden zwischen dem 24. Februar 2020 und dem 3. Juni 2025 gebaut. Die Lösung ist ein kostenloses Software-Update, das in autorisierten Ford-Werkstätten installiert wird.
Parallel ruft Ford fast 1,5 Millionen ältere Fahrzeuge zurück. Grund sind Rückfahrkameras, die ein verzerrtes Bild anzeigen oder komplett ausfallen können, was das Unfallrisiko erhöht.
Betroffen sind die folgenden Modelle:
Die Untersuchung dieses Problems begann im Februar 2025, nachdem die US-Verkehrsbehörde NHTSA auf mögliche Mängel hingewiesen hatte. Zwar fand Ford laut eigenen Angaben keinen sicherheitsrelevanten Defekt, entschied sich aber aus Vorsicht zum Rückruf.
Bislang läuft diese Aktion nur in den USA. Modelle wie Mustang, Fiesta und C-Max wurden aber auch in Deutschland verkauft.
Das KBA führt die Maßnahme für den Mach-E unter der Referenznummer 15422R. Laut Behörde sind bisher keine Zwischenfälle oder Personenschäden bekannt. Fragen beantwortet Ford über die Hotline 0221 9999 2999.
