Ausflugstipp für Düsseldorfer

Diese Stadt ist das Lucca von NRW

Aktualisiert am 05.06.2026 – 22:11 UhrLesedauer: 2 Min.

Fachwerkhäuser am Markt in Soest (Archivbild): Die Stadt ist ein Muss für Fachwerk-Fans. (Quelle: IMAGO/hans blossey/imago)

Soest überrascht mit einer begehbaren Wallanlage, wie man sie sonst aus dem toskanischen Lucca kennt. In der Altstadt warten hunderte denkmalgeschützte Häuser und tiefe Geschichte.

Wer eine besondere Sehenswürdigkeit erleben möchte, muss nicht weit reisen: Knapp anderthalb Stunden von Düsseldorf entfernt wartet in Soest eine historische Wallanlage, die ihresgleichen sucht. Auf einer Länge von gut 2,5 Kilometern ist sie begehbar und gilt als eine der besterhaltenen ihrer Art in Europa – vergleichbar nur mit der berühmten Anlage im toskanischen Lucca. Ein Spaziergang auf dem Wall rund um die Altstadt dauert etwa eine Stunde.

Natürlich sollten Besucher nicht nur außerhalb der alten Stadtmauern bleiben, sondern auch die Altstadt betreten. Rund 600 Gebäude, überwiegend Fachwerkhäuser, stehen hier unter Denkmalschutz. Das eindrucksvollste Ensemble findet sich am Markt. Dort steht mit dem Gasthaus „Im wilden Mann“ eines der ältesten Gasthäuser der Stadt. Noch älter ist das „Pilgrimhaus“ in der Jakobistraße: Hier wird Gästen bereits seit dem Jahr 1304 Essen serviert.

Stadtmauer (Archivbild): Immer an der Mauer entlang können Besucher in Soest einmal rund um die Stadt spazieren. (Quelle: IMAGO/Hans Blossey/imago)

Straßenkünstler verzaubern die Innenstadt

Die westfälische Stadt Soest mit ihren 50.000 Einwohnern ist vor allem für ihre Allerheiligen-Kirmes bekannt, die jedes Jahr Anfang November stattfindet und sich den Titel „Europas größte Altstadt-Kirmes“ gibt. Doch auch abseits des Herbst-Highlights hat die Stadt einiges zu bieten: Im Juni verwandeln Straßenkünstler und Magier beim Altstadtzauber die historische Innenstadt in eine Bühne, und in der Weihnachtszeit lädt ein Weihnachtsmarkt mit rund 100 Ständen auf dem Marktplatz zum Bummeln ein.

Allerheiligenkirmes in Soest (Archivbild): Anfang November wird der Marktplatz zur Bühne für Schausteller. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/W. Wirth/imago)

Wer länger als nur einen Tag bleiben möchte, kann den Stadtrundgang mit einer Radtour im Umland – der Soester Börde – kombinieren. Radler können zum Beispiel zum Möhnesee fahren oder ins Lippetal. Soest liegt zudem auf der Radroute „Historische Stadtkerne NRW“, die auf insgesamt 390 Kilometern Länge die historischen Stadtkerne von Warendorf, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Lippstadt, Soest, Werl, Werne, Steinfurt und Tecklenburg verbindet.

Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, findet im Kreis Soest zahlreiche Wanderwege. Im Anschluss an sportliche Aktivitäten sollte man sich ein Zwiebelbier gönnen, das nicht etwa aus Zwiebeln gemacht wird, sondern nur so heißt, weil es aus der Brauerei Zwiebel stammt.

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