Sicherheit in Bayern
Söder besorgt nach Leipzig-Vorfall: „Die Zeiten sind ernst“
06.08.2026 – 15:53 UhrLesedauer: 1 Min.
Nach dem Leipziger Drohnenfund wächst die Sorge vor einer neuen Gefahrenqualität. Bayern setzt dabei auf ein Kompetenzzentrum, das Polizei und Partner vernetzt.
Bayerns Ministerpräsident Söder (CSU) hat sich nach dem Drohnen-Vorfall mit einer Sprengstoff-Drohne in Leipzig besorgt gezeigt und zugleich auf das neue Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum in Bayern verwiesen. In einem Post schrieb Söder: „Die Zeiten sind ernst, die Bedrohungslagen verändern sich rasant.“ Deshalb sei es wichtig, dass der Staat entschlossen und vorausschauend handelt.
Das neue Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum in Erding, das im April den Betrieb aufnahm, soll die Polizei bei der Abwehr von Drohnenangriffen stärken. Dabei will man sich mit wissenschaftlichen Einrichtungen und der Bundeswehr am Standort vernetzen. Zunächst arbeiten 40 Einsatzkräfte in Erding, künftig soll das Zentrum personell verstärkt werden.
Söder betonte in seiner Stellungnahme vom Donnerstag: Absolute Sicherheit werde es nicht geben können. „Aber wir müssen als Staat alles dafür tun, unsere Bevölkerung und Infrastruktur bestmöglich zu schützen.“
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Hintergrund ist ein Vorfall vom Mittwoch: Am Flughafen Leipzig/Halle war eine Drohne mit einer Sprengvorrichtung entdeckt worden. Spezialisten der Bundespolizei entschärften den Zünder. Die Ermittler suchen zudem nach Teilen eines möglichen zweiten Flugobjekts, das mit einem Frachtflugzeug zusammengestoßen sein soll. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach in diesem Zusammenhang von einer „neuen Gefahrenqualität“ und einem „hybriden Anschlagsszenario“.
