Seit einem halben Jahr steht die ehemalige Galeria-Kaufhof in der Königstraße leer. Was die CSU mit dem Gebäude vorhat.
Seit Monaten steht der Kaufhof in der Königsstraße in Nürnberg leer. Das Gebäude in prominenter Lage zwischen Hauptbahnhof und Lorenzkirche gilt seither als Schandfleck in der Innenstadt. Die CSU-Fraktion des Nürnberger Stadtrates hat am Freitag zusammen mit dem Ministerpräsidenten Markus Söder ihre Pläne für das Objekt vorgestellt. Söder warb dabei für einen Abriss des Gebäudes – obwohl es unter Denkmalschutz steht.
Der Ministerpräsident erklärte, dass so leichter Investoren für das Gebäude gefunden werden könnten. Oberbürgermeister Marcus König (ebenfalls CSU) äußerte sich zurückhaltender, zieht einen Abriss aber auch in Erwägung. Er sagte, dass es keine Denkschranken geben dürfe, wenn sich für die Sanierung des Gebäudes kein Investor finde.
Nur noch eine Filiale der Kette in Nürnberg
Nach ersten Plänen der Politiker soll auf der Fläche ein Kongresszentrum entstehen. So könnte nach einer Generalsanierung oder einem Neubau die Messe die oberen Stockwerke nutzen, das Erdgeschoss solle hingegen an Einzelhändler vermietet werden. Um die Pläne zu verwirklichen, muss sich allerdings ein Investor finden.
Das bestehende Gebäude hat eine Verkaufsfläche von rund 15.000 Quadratmetern, seit dem 17. Juni steht es komplett leer. Aktuell gibt es in Nürnberg nur noch eine geöffnete Galeria-Kaufhof-Filiale – gegenüber der Lorenzkirche.
